Krabbenbrötchen: Warmes Wetter lässt Preis für den Fischsnack fallen



Der Wasserstand in der Furt reichte tatsächlich bis in den Wagenkasten, auf dem ich trohnte, aber da die Ladung durch die wasserdichte Plane, deren Ecken wir an der Oberseite mehrfach zusammengebunden hatten gut geschützt war, fuhren wir einfach weiter. Es darf daher auf den dem Geschädigten zustehenden Schadensbetrag auch kein Abzug gemacht werden, wenn dieser kein Ersatzfahrzeug beschafft LG Essen, Urteil vom Der Laden war sowieso geschlossen , da die überwiegend schwarze Kundschaft ebenfalls der Mittagshitze entfloh.

NORBERT WENNINGER


Wenn aber an anderer Stelle etwas Schmackhaftes geboten wird, missachten sie alle aufgewandte Mühe nebst Geld und ziehen dahin. Zahlreiche Untersuchungen, bieten dafür ausreichende Beweise. Begrenzend für die Eignung eines Gebietes ist immer der jeweils im Minimum befindliche Faktor. Weiterhin muss der Lebensraum des Individuums die notwendigen Sozialkontakte zur Population, zum Beispiel in der Rauschzeit, ermöglichen. Folglich tangieren oder überlappen sich die Beläufe verschiedener Wildschweine oder Verbände.

Hahn in Ruh' bzw. Die Schwarzwildstrecken stiegen in den letzten Jahren unaufhörlich. Der Grund dafür ist nicht nur im gestiegenen Maisanbau zu suche, obwohl ein effektives, hohes Nahrungsangebot die Reproduktionsrate sehr wohl begünstigt. Doch zum Reproduzieren gehören beim Schwarzwild immer noch Bache und Keiler. Es ist auch kein Geheimnis, dass ältere Bachen mehr Nachkommen frischen als jüngere. Doch die traditionellen Jagdstrategien gehen wesentlich mehr zu Lasten der Keiler als zu denen der Bachen.

Die Folge ist ein unausgewogenes Geschlechterverhältnis zum Nachteil der männlichen Stücke. Sowohl die Bildung der Hegeringe für Schwarzwild, obwohl die Heranhege von Schwarzwild gesetzlich untersagt ist als auch freiwillige Schonungen über die Schonzeit der führenden Bachen hinaus, begünstigen die Reduktion von Schwarzwild keinesfalls.

Infolge der Schonung steigt nämlich das Durchschnittsalter der Bachen und ältere Bachen lernen sehr rasch zu überleben, so dass der jagdliche Erfolg auf zwei- bis dreijährige Bachen meist ausbleibt. Die zur Strecke kommenden Frischlinge und Überläufer auf Grund des Sozialgefüges in den Rotten meist wieder Keiler, die abgeschlagen wurden ergeben zwar jährlich beachtliche Strecken, sind jedoch im Reduktionsgeschehen wieder nur von untergeordneter Bedeutung.

Sicherlich ist das mit ein Grund, dass Sauen z. Ein Zustand der sich unter anderem mit überreicher Fruktifikation dokumentiert. Gesunde, stressfreie Bäume hingegen bringen es nur alle vier bis sechs Jahre zu starker Mast. Den Sauen wird also nicht nur im Feld, sondern auch im Wald der Tisch reichlich gedeckt.

Sauen sind wesentlich standorttreuer, als man bisher angenommen hat. Wenn sie einmal an Beunruhigungen gewöhnt sind lassen sie sich weitestgehend übergehen, ohne den Kessel zu verlassen.

Selbst das näher kommende Hundegeläut bringt sie nicht immer hoch. Die zweite gebräuchliche Jagdart auf Schwarzwild ist die Ansitzjagd. Auf Grund der Nahrungssituation zieht das Schwarzwild ausgenommen im Jänner, nach Einbruch der Dämmerung, meist zwischen Dazu benützen dieselben Rotten immer dieselben Pässe.

Bei Beunruhigung durch Schuss oder Witterung des Menschen werden lediglich für ca. Hat ein Waldrevier keine Saupässe, wird der Jagderfolg nicht hoch sein, weil nur abgeschlagene Sauen zufällig anwechseln. Sind in der Regel Schlammlöcher, wo die Sauen durch ausdauerndes Suhlen versuchen ihre Hautparasiten loszuwerden. An den in der Regel unmittelbar daneben stehenden Malbäumen, reiben sie in der Folge die Schwarte und setzen so Duftsignale für die Kommunikation untereinander.

Eine Kirrung soll sicher nicht eine Schwarzwildausspeisung sein, wo von Brot über Vanillekipferl und Schlachtrückständen massenweise verfüttert wird. Das ist nicht nur unwaidmännisch, es ist auf Dauer auch gesundheitsgefährdend für den Schwarzwildbestand. Gekirrt wird mit geringen Mengen Mais, jedoch ist zu beachten, dass die Attraktivität der Kirrung sinkt, wenn nur die Leitbache in kürzester Zeit den vorhandenen Mais frisst und die anderen Rottenmitglieder leer ausgehen.

Wenn nun diese vorgenannten Bedingungen den Habitat für Sauen attraktiver gemacht haben, warum kann man mehr als bisher erlegen? Nun Untersuchungen haben ergeben, dass vor der Installation solcher Kirrplätze bei ausgewerteten Ansitzen, Schwarzwild 19 mal in Anblick kann und insgesamt 4 Sauen zur Strecke kamen.

Also insgesamt Ansitz je gestrecktem Stück Schwarzwild. Nach der Einrichtung von insgesamt drei Kirrplätzen in der Nähe von Suhlen oder ständigen Saupässen wurden bei 65 Ansitzen 17 Beobachtungen verzeichnet und für die Erlegung einer Sau waren nur noch 9 Ansitze notwendig. Oder andersherum, vor der Errichtung erreichte der Jäger mit 24 Ansitzen nicht mehr als nach der Errichtung der Kirrstellen mit einem einzigen Ansitz. Das bedeutet jede Woche einen, manchmal auch zwei Riegeljagden.

Ich glaube damit hinreichend dargestellt zu haben, dass ein ' Sauriegler ' zwar ein jagdgesellschaftliches Ereignis darstellt, wenn aber aus Sicherheitsgründen die Gewichtsbeschränkung der Stücke auf max.

Die nächste Frage die zu klären ist, wie reagieren Sauen auf den Schuss an der Kirrung? Nun alle Erfahrungen zeigen, dass dieselbe Rotte aus der ein Stück beschossen wurde, den Kirrplatz nur dann für mehrere Tage meidet 8 bis 14 Tage , wenn das beschossene Stück nicht im Feuer liegt, und eine Nachsuche stattfinden muss, oder wenn ein beschossener Frischling sehr klagt.

Alles andere verhindert nicht, dass dieselbe Rotte am nächsten oder übernächsten Tag wieder an der Kirrung erscheint. Damit ist schon ein nächster Punkt angesprochen worden. Gehört eine Kirrung einer Rotte. Nun auch hier haben Beobachtungen ergeben, dass es an Kirrungen Stammrotten gibt. Diese verteidigen die Kirrung zwar nicht und es kommen auch immer wieder andere Rotten oder einzelne Keiler an die jeweilige Kirrung, trotzdem ist die Stammrotte dort am Häufigsten anzutreffen.

Allerdings ist nach oben eine Grenze gesetzt, ab der ein verstärkter Anlauf nicht mehr erreicht wird. Die ursprüngliche Meinung dass das Schwarzwild nur in unzugänglichen Dickungen seinen Einstand sucht, ist nur zum Teil richtig. Vielerorts kann man die Sauen auch in lockeren Einständen tagsüber im Kessel antreffen. Der Grund dafür wird wohl im sehr schwachem Sehvermögen der Sauen liegen.

So können Sie Beunruhigungen bereits im Ansatz erkennen und entweder eingekesselt bleiben oder hoch werden und flüchten. Sind im Revier keine geeigneten Ruheeinstände vorhanden, ist das Schwarzwild immer nur als Wechselwild anzutreffen.

Heute ist das alles ein wenig schwieriger, das Schalenwild zeichnet nicht so zuverlässig wie früher und nicht selten völlig atypisch. Schuld daran hat die, Waffen- und Patronenindustrie, die ständig neue Kaliber und Geschosstypen auf den Markt bringt. Daraus resultiert die Pflicht, zu doppelt sauberen Verhalten vor und nach dem Schuss. Im Schussbereich Entfernungen taxieren, optische Marken setzen z.

Sich über den eigenen Standort bei Schussabgabe bewusst sein, bzw. Umgebung des Wildes einprägen einzelne Bäume, charakteristische Baumstümpfe oder sonstige Geländemarkierungen. Diese werden beim Blick durch die Zieloptik oft nicht wahrgenommen. Erscheint Wild und bleibt es in Bewegung, immer eine günstige ' Schussgasse ' abwarten natürlich mit korrektem Kugelfang , entweder kurz vorher anvisieren und mitfahren, oder, langsam ziehendes Wild, ins Visier laufen lassen.

Die gedrungene Körperform des Schwarzwildes scheint dem Jäger ein gutes Ziel zu bieten. Leider wird dieser Vorteil durch einige andere Umstände wieder weitestgehend aufgehoben.

So befinden sich die lebenswichtigen Organe, vor allem das Herz, sehr tief unten im Körper. Durch die langen Dornfortsätze und die Federn entsteht aber eine beachtliche Widerristhöhe, die den Jäger oft verleitet, den Zielpunkt viel zu hoch anzusetzen.

Der Kopf, der fast ein Drittel der Körperlänge einnehmen kann, geht ohne deutlichen Hals in den Rumpf über. Oft wird deshalb zu weit vorn angehalten, und unangenehme Kopfschüsse sind die Folge. Zwar ist das Schwarzwild recht hart und heilt viele gefährlich aussehende Verletzungen bald aus, doch ist die Verlustquote durch Verenden oder Kümmern sicher hoch. Mögliche schwere Schussverletzungen sollten jeden Jäger veranlassen, vor der Schussabgabe das Stück richtig anzusprechen, vor allem sich über seine Stellung zu informieren, weidgerechte Schussentfernungen einzuhalten und den richtigen Haltepunkt zu wählen.

Bei schräg stehenden Stücken entstehen sehr oft Keulen- oder, weit unangenehmer, sehr hässliche Gebrechschüsse. Die dicke schwarze Umrandung kennzeichnet das gesamte eigentliche schusswirksame Gebiet.

Die Abbildung zeigt, dass der oft empfohlene Schuss "mitten auf das Stück" in vielen Fällen die Gefahr von Weidwundschüssen in sich birgt.

Man sieht gleichzeitig, dass durch die tiefe und durchgekrümmte Lage von Wirbelsäule und Rückenmark Krellschüsse im mittleren Bereich des Schwarzwildkörpers zu erwarten sind.

Auffallend ist die tiefe und brustkernorientierte Lage des Herzens, das durch Vorderlaufknochen zusätzlich geschützt ist. Der Schuss hinter die Teller muss diese Region genau treffen, andernfalls entstehen Krell-, Drossel- oder Gebrechschüsse. Er darf nur auf kurze Entfernung und von sicheren Schützen abgegeben werden. Es ist am sichersten, den Zielstachel des Zielfernrohres beim breit und ruhig stehenden Stück so einzurichten, dass die Treffpunktlage etwas oberhalb des Ellenbogengelenkes zu erwarten ist.

Sie sollte von unten und vom Stich her nicht weiter als ein Drittel in den Wildkörper hineinreichen. Bei diesem Haltepunkt ist auch der beim Flintenlaufgeschoss zulässige Streukreisdurchmesser von 15 bis 20 cm auf 50 m zu akzeptieren. Beim Schuss auf das leicht spitz stehende Stück ist von vorn direkt unterhalb des Kopfes auf die vordere Blattpartie anzuhalten. Leicht spitz von hinten visiert man die Körpermitte etwa ein Drittel der Körperhöhe über der Bauchlinie an. Bei stärker spitz stehenden Sauen sollte auf jeden Fall eine bessere Stellung abgewartet werden.

Flüchtige Sauen bewegen sich meist wie an einer Schnur gezogen vorwärts, so dass der Zielpunkt nicht so sehr, wie bei Hirsch und Reh, in der Höhe variiert. Unter der Voraussetzung richtigen Mitgehens sollte bei einer Schussentfernung von 50m nicht weiter als bis zur Kopfmitte vorgehalten werden. In der Eile wird nicht selten zu viel Korn genommen, so dass Hochschüsse entstehen. Die wichtigsten Ursachen für schlechte Schüsse sind im folgenden noch einmal zusammengestellt:. Dadurch entstehen viele Laufschüsse.

Dadurch wird die Standrichtung oft falsch angesprochen und hinten und vom verwechselt. Reicht das Licht auch nicht mehr zur genauen Zielansprache mit dem Zielfernrohr, kommt es auch zu Hauptschüssen. Dazu kommt, dass bei schlecht organisierten Jagden die Sauen zu flüchtig sind. Zu weites Vorhalten führt zu Haupt-, zu geringes zu Keulen und Hinterlaufschüssen. Trefferlage bei gleichem Haltepunkt auf 60 m Entfernung. Haltepunkte für gleiche Trefferlage auf 60 m Entfernung. Trotzdem sollte sich jeder Jäger bemühen, folgende Reaktionen zu erkennen und gedanklich festzuhalten:.

Brach das Wild blitzartig zusammen, immer mit Krellschuss rechnen und nach den Repetieren mit dem Lauf draufbleiben! Es könnte ein Streifschuss am Kopf oder ein Kieferschuss sein.

Grundsätzlich wird immer dann nachgesucht, wenn weder das Stück am Anschuss oder in Sichtweite davon liegt, noch das Geschoss gefunden wird und auf Grund der Umstände zwingend geschlossen werden muss, dass das Stück sicher nicht getroffen wurde.

Auch wenn das beschossene Stück im unberührten Schnee gestanden hat, muss am Anschuss noch lange nichts zu finden sein. Schnitthaare können vom Wind verweht oder vom Sog des Geschosses mitgerissen worden sein, Einschüsse können von der Schwarte verschlossen werden, Ausschuss muss keiner vorhanden sein. Es empfiehlt sich mit dem Beginn der Nachsuche etwa 2 Stunden abzuwarten, um dem Stück Gelegenheit zu geben, krank zu werden und sich in ein Wundbett einzuschieben.

Zu zeitig aufgemüdete Sauen ziehen oft kilometerweit und sind nur unter Mühen, oder gar nicht zu bekommen. Ein sofortiger Beginn der Nachsuche setzt voraus, dass man sicher sein kann, das Stück in kurzer Entfernung vom Anschuss max. Wenn es darum geht, bei schwierigen Schüssen, die eine lange Nachsuche befürchten lassen, noch vor Einbruch der Nacht über Flächen hinweg zu suchen, auf denen am nächsten Morgen kein Vorwärtskommen mehr wäre.

Der Versuch, zunächst allein der Fährte zu folgen und zum Stück zu finden, mag in vielen Fällen Erfolg versprechen, führt jedoch gerade bei schwierigen Schüssen dazu, dass wertvolle Zeit verstreicht, das beunruhigte kranke Stück weiter zieht und sich ein später doch hinzugezogener Hund kaum noch durch das Fährtengewirr hindurch finden kann.

Schwierig ist die Entscheidung oft bei Schüssen an warmen Sommerabenden. Dem Wunsche, das Stück krank werden zu lassen und in den frühen Morgenstunden nachzusuchen, steht die Befürchtung gegenüber, dass es in nächster Nähe schon verendet liegen und bis zum Morgen verhitzt sein könnte.

Hier ist der Jäger auf sein eigenes Verantwortungsbewusstsein angewiesen. Ist er sich des Sitzes seiner Kugel und ihrer Wirkung auf das Wild sicher, wird diese Einschätzung am Anschuss bestärkt und hat er einen geeigneten Hund bei sich, mag er vorsichtig der Fährte folgen - mindestens bis zur nächsten Dickung. Ein Eindringen in diese sollte jedoch bei Dunkelheit auf jeden Fall unterbleiben, es sei denn, man hörte das Stück unmittelbar am Dickungsrand verenden.

Unbedingt verwerflich ist ein Schnallen des Hundes vor der Dickung, in der Hoffnung, dass er das verendete Stück finden und verweisen oder verbellen würde. Niemand könnte ihm bei Dunkelheit zu Hilfe eilen, ohne ihn und sich selbst in Gefahr zu bringen, wenn er die kranke Sau stellt. Das stellt bestimmte Anforderungen sowohl an die nachsuchenden Jäger als auch an den Hund.

Eine Analyse über Nachsuchenergebnisse: Es sollte klar sein, dass die Länge der Nachsuche wesentlich vom konkreten Sitz des Schusses, dem verwendeten Geschoss und der Wirkung im Wildkörper abhängt. Informationen dazu lesen Sie im Kapitel Schuss- und Schusszeichen. Das erfordert einen Hund zu führen, der von der Veranlagung, aber auch durch ständiges Training in der Lage ist, hohen konditionellen Ansprüchen zu genügen.

Aus dem Vorgeschriebenen ergibt sich, dass die Fähigkeiten des Hundes mit dem voraussichtlichen Schwierigkeitsgrad der Arbeit annähernd übereinstimmen sollten, d.

Es gibt Hunde, die aus unterschiedlichen Gründen eine Abneigung gegen das Schwarzwild entwickeln, während sie Wundfährten anderen Schalenwildes passioniert arbeiten. Schon die Riemenarbeit vollziehen sie lustlos, und geschnallt sind sie vollends unverlässlich. Es versteht sich von selbst, dass solche Hunde nicht bei Schwarzwild zum Einsatz kommen dürfen. Wird nach der Riemenarbeit noch eine Hetze erforderlich, wachsen die Schwierigkeiten für den Hund und den Schützen beträchtlich.

Zunächst gilt auch beim Schwarzwild, dass erst am warmen Wundbett geschnallt werden darf. Dann aber erfordert es einen Hund, der einerseits schnell genug ist, dem Stück auch im schwierigen Gelände, wie Bruch- und Schilfpartien oder Maisschläge zu folgen und es zum Stellen zu veranlassen, andererseits gewandt und vorsichtig genug, der angreifenden Sau auszuweichen und nicht selbst Opfer der Nachsuche zu werden.

Hat sich das Stück vor dem Hunde gestellt, gilt es, sich vorsichtig unter Wind zu nähern und sich genau zu vergewissern, wo sich Sau und Hund befinden. Dann ist eine Gelegenheit abzuwarten, auf möglichst kurze Entfernung mit dem Flintenlaufgeschoss den Fangschuss anzutragen.

Diese Aufgabe kommt nur einem Jäger, nämlich dem Hundeführer, zu. Es ist unzulässig, dass sich mehrere Personen in der Dickung befinden und den Fangschuss anzubringen versuchen. Da ein Gelingen des Vorhabens wesentlich von der Mitwirkung des Hundes abhängt, dieser aber nur im Zusammenspiel mit seinem Herrn richtig arbeiten wird, kann kein anderer diese verantwortungsvolle und nicht ungefährliche Aufgabe übernehmen. Gelingt es dem Hund nicht, die Sau zu stellen, oder steht kein geeigneter Hund für die Hatz zur Verfügung, bleibt nur, die Sau in einer Dickung einzukreisen, diese mit Schützen in der vermutlichen Fluchtrichtung abzustellen und dann mit dem Hunde der Wundfährte so lange zu folgen, bis das Stück die Dickung verlässt und zur Strecke kommt.

Es sollten lediglich einige Besonderheiten bei Nachsuchen auf Schwarzwild hervorgehoben werden. In diesem Zusammenhang ist es wohl angebracht, etwas über annehmendes Schwarzwild zu sagen. Wenn man alten Quellen Glauben schenkt, waren in früheren Zeiten die Sauen wesentlich angriffslustiger als heute.

Das mag durchaus stimmen, denn erst die Fernwirkung der Schusswaffe wird dem selbstbewussten, grimmigen Schwarzwild den Schneid abgekauft haben. Die geringe Bevölkerungsdichte bot überdies wenig Möglichkeiten für gute oder böse Kontakte mit dem Menschen. Unsere heutigen Sauen entwickeln eine geringere Angriffslust, denn im Vergleich zu den Strecken und Beständen sind die belegten Fälle sehr selten.

Dennoch kommt es immer wieder vor und muss unbedingt damit gerechnet werden. Gesundes Schwarzwild nimmt ungereizt nicht an. Glaubt allerdings eine Bache ihre noch kleinen Frischlinge in Gefahr und gelingt es ihr nicht, sie ungefährdet wegzuführen und den Störenfried durch drohendes Blasen zu vertreiben, können Scheinüberfälle, aber auch ernstgemeinte Angriffe erfolgen.

Ein Angriff wird vor allem durch das Klagegeschrei eines Frischlings ausgelöst. Schon aus diesem Grunde ist es nicht ratsam, sich drückende, scheinbar verlassene Frischlinge mitnehmen zu wollen. Häufiger sind Angriffe krankgeschossener Sauen.

Stürmt eine auf kurze Entfernung beschossene Sau auf den Schützen oder einen Treiber zu, geht es gewöhnlich um keinen Angriff, sondern um ein Zusammentreffen auf dem Fluchtweg. Das Stück hält sich nicht auf, schlägt höchstens im Vorbeigehen zu und setzt die Flucht fort.

Dennoch kann auch diese kurze Begegnung höchst schmerzhafte Folgen haben, abgesehen davon, dass schwer gereizte Stücke auch dann einmal ernsthaft annehmen können.

Die meisten Unfälle durch annehmendes Schwarzwild geschehen auf Nachsuchen. Die im Wundbett steckende Sau fährt aus demselben, überrollt den Hund und greift den nachfolgenden Jäger an.

Solche Angriffe sind bitter ernst gemeint, und die wutschäumende Sau trachtet danach, sich ihres Verfolgers gründlich zu entledigen. Derartige Situationen sind in Dickungen oder Schilfkomplexen, die dem Jäger wenig Übersicht und Bewegungsfreiheit lassen, nicht zu unterschätzen und immer einzukalkulieren.

Deshalb ist es notwendig, den Sauen nach dem Schuss genügend Zeit zu geben, richtig krank zu werden, oder im Wundbett zu verenden. In unübersichtlichem Gelände ist die Waffe schussbereit und ohne Zielfernrohr zu führen. Bei der Nachsuche auf stärkere Sauen empfiehlt es sich, neben dem Hundeführer einen Begleitschützen mitgehen zu lassen.

In den letzten Jahren hat es sich leider eingebürgert, Schwarzwild zahm aufzuziehen oder in der Freiheit handzahm zu füttern. Auch hier liegen Gefahren für den Menschen verborgen, weil die Sauen dadurch ihre natürliche Scheu verlieren. Sie können sich das Futter energisch fordern, aber auch in der Rauschzeit oder bei Anwesenheit von Frischlingen im Menschen einen Konkurrenten sehen.

Ihre Stimmung wechselt rasch, aber auch nicht ernstgemeinte, unter Sauen übliche Seitenhiebe können schwer verletzen. Deshalb ist von solchen Kontakten dringend abzuraten. Haüfig drängt der Schütze den Hundeführer, der unsicheren Witterung wegen zu sofortiger und verfrühter Nachsuche. Schwierig wird es für den Hund erst, wenn wesentlich mehr als 10 cm Neuschnee fallen.

Allerdings zeigen sich bei überschneiten Wundfährten nicht selten die Hundeführer verunsichert, weil es ihnen an Kontrollmöglichkeiten fehlt. Dies ist jedoch keine besondere Erschwernis, sondern nur mangelndes Vertrauen zum Hund.

Auch leichter Nieselregen stellt kein unüberwindbares Hindernis für die Hundenase dar, wohl aber anhaltende schwere Regengüsse. Wenn Pirschzeichen vorhanden sind, erübrigt sich dies ohnehin.

Die Hundenase ist von einer, von uns nicht nachvollziehbaren Feinheit. Viel schwerer wird es bei strengem Frost. Daher im Winter nicht gleich in aller Frühe nachsuchen, sonder lieber warten, bis die Temparatur etwas steigt. Die Gesamtheit der Zähne eines Organismus wird als Gebiss bezeichnet. Sie sind die härtesten Gebilde des Körpers und bestehen aus drei verschiedenen Substanzen.

Das Zahnbein, Dentin, bildet die Hauptsubstanz. Im Wurzelbereich wird er vom Zahnzement abgelöst, das echtes Knochengewebe darstellt. Die Hauptaufgabe des Gebisses besteht darin, Nahrungsbestandteile zu erfassen, schneidend oder scherend abzutrennen und durch mahlende Bewegungen so zu zerkleinern, dass sie leicht abgeschluckt und von den Verdauungssäften aufgeschlossen werden können. Im Sozialverhalten dienen Keilerwaffen als Imponierorgane. Der dabei zu Schaum geschlagene Speichel, der einen intensiven Individualgeruch enthält, kennzeichnet olfaktorisch Anwesenheit und Besitzergreifung.

Die Milchzähne sind entweder schon bei der Geburt vorhanden oder treten in den nachfolgenden Monaten hervor. Sie sind schwächer gebaut als das nachfolgende Dauergebiss, das die Milchzähne durch Druck zum Ausfall bringt.

Durch ein Diastema getrennt, folgt dann die Reihe der Backenzähne, die ihrerseits in Prämolaren und Molaren unterteilt werden; je nachdem, ob sie Vorläufer im Milchgebiss haben oder, wie die Molaren, erst im Dauergebiss erscheinen Abb. Das Wildschwein gehört zu denjenigen Tierformen, die sich das ursprüngliche Säugergebiss mit 44 Zähne bewahrt haben.

Es hat folgende Gebissformeln:. In diesen Formeln wird jeweils eine Gebisshälfte angegeben, und die Bezeichnungen über dem Strich betreffen den Ober-, die darunter den Unterkiefer. Die Schneidezähne des Wildschweines sind einhöckerig und einwurzelig. Die mittleren vier des Dauergebisses erreichen im Unterkiefer eine beträchtliche Länge bis 7 cm und befinden sich zu etwa zwei Dritteln im massiven Unterkieferknochen, wodurch sie eine unerhörte Stabilität erlangen.

Die seitlich von ihnen befindlichen 3. Schneidezähne sind dagegen relativ kurz, verlängern besonders infolge ihrer schrägen Stellung die Schneide der Front. Die Schneidezähne des Oberkiefers sind weitgehend anders gebaut.

Die inneren vier sind wesentlich kürzer als die unteren und mit ihren breiten Kronen nach innen gedreht. Dadurch greifen sie mit den unteren Schneidezähnen flachzangenähnlich zusammen. Die dritten Schneidezähne des Oberkiefers sind, auch im Dauergebiss, nur stiftförmig und funktionell ziemlich unbedeutend.

Die unteren Eckzähne des Keilers, die Gewehre, können eine Länge von fast 30 cm, bei starken Keilern jedoch mindestens 20 cm erreichen, von der aber selten mehr als 10 cm aus dem Kiefer ragen. Sie sind in ihrer Länge halbkreisförmig und haben einen annähernd dreieckigen Querschnitt. Diese Seite weist einen besonders dicken Schmelzbelag auf.

Der vor dem Angriff den Gegner fixierende Keiler kann somit seine Waffen wirkungsvoll ins Bild setzen. Der Schmelzbelag reicht bis an die Wurzelöffnung. Zahnzement wird an den Gewehren nicht abgelagert. Typisch für die Keilergewehre ist die zeitlebens offene Pulpahöhle.

Diese ist auch bei anderen Zähnen zur Zeit ihres Wachstums offen und gewährleistet dadurch eine reichliche Ernährung des Zahnes. Die Keilerwaffe ist demgegenüber zu einem unbegrenzten Wachstum befähigt. Mit dem ständig neuen Dentinansatz am Bildungssaum wird das gesamte Gewehr langsam nach vorn geschoben, und durch die Reibung mit dem gegenüber befindlichen Haderer, dem Eckzahn des Oberkiefers, scharfkantig und spitz abgeschliffen.

Eine Öffnung der Plulpahöhle an der Zahnspitze wird durch ständige Bildung von Ersatzdentin verhindert. Die Eckzähne des Oberkiefers, die Haderer, sind prinzipiell gleich gebaut, doch wesentlich kürzer. Sie haben zunächst eine nach vorne seitlich gerichtete kegelförmige Spitze, krümmen sich dann aber allmählich nach oben.

Dadurch wird ebenfalls ihre breite Unterseite nach vorn gerichtet und tritt mit der Hinterfläche der Gewehre in Reibung. Die Unterseite der Haderer ist rundlich geformt und mit rillenförmigen Schmelzleisten bedeckt. Die Eckzähne Haken der Bache sind im Grunde ähnlich gestellt, doch mit höchstens 9 cm im Unterkiefer wesentlich kürzer. Ihr dreieckiger Querschnitt ist nicht so ausgeprägt.

Diese sind wesentlich kleiner und flacher als die des Unterkiefers und sitzen in einer gering herausgewölbten Eckzahnalveole. Sie sind auch bei alten Bachen nur wenig nach oben gekrümmt.

Die Milchhaken sind bei beiden Geschlechtern gleichgeformt und den Dauerzähnen wenig ähnlich. Sie können als Stiftzähne angesprochen werden. Die Backenzähne des Wildschweines sind schmelzhöckerige bunodonte Zähne, die nicht, wie bei den Cerviden, mit Einstülpungen Kunden ausgestattet sind. Die Prämolaren haben einen schneidenden Kaurand, die Molaren, z. Im Oberkiefer ist er jedoch an diese angeschlossen. Prämolaren haben im wesentlichen Schneidefunktionen.

Sie sind relativ schmal gebaut und bilden eine stumpfe Spitze. Der vierte Prämolar ist im Milchgebiss im Unterkiefer dreiwurzelig und auch breiter gebaut, so dass er Mahlzahnfunktionen mit übernehmen kann.

Im Dauergebiss ist er, wie alle übrigen Prämolaren, zweiwurzelig und diesen in der Krone ähnlich. Die Molaren werden nur als Dauerzähne ausgebildet. Eine besondere Stärke hat der dritte Molar in Ober- und Unterkiefer. Er ist bis zu 2 cm breit und kann mit einer Länge von fast 4 cm die Länge der beiden vor ihm liegenden Molaren erreichen.

Sind diese in zwei Säulen gegliedert und vierwurzelig, finden wir bei ihm drei Säulen von 6 bis 8 Wurzeln. Teile des Belaufes dürfen als verteidigte Territorien angesehen werden, da eindringende fremde Verbände von der ansässigen Mutterfamilie energisch vertrieben wurden. Demgegenüber können andere Teile des Lebensraumes, wie Feldschläge oder mastspendende Waldflächen, von mehreren Mutterfamilien gleichzeitig benutzt und folglich in den Belauf einbezogen werden.

Zu Auseinandersetzungen kommt es erst dann, wenn eine gewisse Rottendistanz, die bei etwa 50 Metern zu liegen scheint, unterschritten wird.

Es ist anzunehmen, wenn auch noch nicht belegt, dass sie ihre Ruheeinstände durch aggressives Verhalten von anderen Sauen freihalten.

Während der Rauschzeit sind sie dort freilich ganz zu Hause, so dass man die Lebensräume der Mutterfamilien ohne Zweifel dem Belauf der Keiler zurechnen muss.

Überläuferrotten und jüngere Keiler beginnen erst sich einen eigenen Belauf zu suchen. Das kann schon in Anlehnung an denjenigen ihrer ehemaligen Mutterfamilie geschehen, aber auch, besonders bei Keilern, über weite Strecken führen. Sie sind sozial ortsansässigen Stücken unterlegen und müssen zunächst versuchen, in wenig benützten Teilen des Belaufes anderer Rotten unterzukommen. Der Belauf des Schwarzwildes weist eine charakteristische innere Struktur auf. In ihnen befinden sich die Lager einzelner Stücke bzw.

Sie werden durch Losungsplätze und Malbäume komplettiert. Nach Möglichkeit haben Ruheeinstände Suhlen in leicht erreichbarer Nähe. Diese Einstände werden gegenüber fremden Wildschweinen verteidigt. Es liegen bereits telemetrisch ermittelte Strukturen des Belaufes von Wildschweinen vor Territorien werden üblicherweise von den Besitzern markiert. Bei den Sauen erfolgt das olfaktorisch und optisch durch Malbäume, des weiteren durch Losungsplätze und wahrscheinlich auch durch die Kessel selbst.

Der an diesen Plätzen massierte Individual- oder Rottengeruch gibt die Inbesitznahme kund. Zu den Grenzen des Belaufes hin nimmt die Häufigkeit dieser Markierung ab oder unterbleibt ganz. Die Grenze des Belaufes wird offensichtlich nicht besonders gekennzeichnet. In der Rauschzeit hat ihr Speichelschaum zusätzliche Markierungswirkung.

Suhlen und Wechsel werden häufig von mehreren Rotten benutzt. Ihre Bedeutung für die Revierabgrenzung scheint gering zu sein. Die Nutzung der einzelnen Teile des Belaufes ist entsprechend den jahreszeitlichen Bedingungen unterschiedlich. Der jahreszeitliche Aufenthalt der Sauen in 10 verschiedenen Biotopen, deren Kern hauptsächlich natürliche Waldgesellschaften bilden, war sehr different.

In der Frühjahrs Frühsommerperiode stand das Schwarzwild bevorzugt in Fichten, Eichen, Hainbuchen wurde eine signifikante saisonale Bevorzugung bestimmter Biotope mehrfach nachgewiesen z. Bei Ausbleiben der Mast wanderten aber nicht wenige zumindest vorübergehend in die beerkrautreichen höhergelegenen Biotope zurück. Auch in den mitteleuropäischen Schwarzwildgebieten spielt das Angebot der Baumart eine dominierende Rolle für die Einstandswahl des Schwarzwildes.

Bei ausreichendem Ertrag kann die Baummast den Aufenthaltsort der Sauen beeinflussen. In Buchenbeständen erfolgte hauptsächlich die Nahrungssuche. Die übrigen Gebiete wurden nur durchwechselt oder dienten zur Ruhe in kühlen Vormittagsstunden. In stark beunruhigten Lebensräumen werden die Tageseinstände vor allem durch das Sicherheitsbedürfnis bestimmt.

Die Sauen steckten sich in geschlossenen Nadelholzdickungen, in Hecken und unter Dornenbüsche, in Röhrichten und auf Trockeninseln innerhalb von Schilfflächen oder Auewäldern. Ausgedehnte Getreideschläge, die ebenfalls vom Menschen selten betreten werden, im besonderen Maiskulturen, können über mehrere Sommermonate hinweg als Einstand dienen. Wichtigste Anforderungen an die Tageseinstände sind Unzugänglichkeit für Feinde, schnelle Feindwahrnehmung und gedeckte Fluchtmöglichkeiten.

Bei aller Unterschiedlichkeit der Ruheeinstände sind diese Eigenschaften immer wieder feststellbar. So können die Sauen in dichten Dornenhecken unmittelbar neben belebten Verkehrswegen oder inmitten von Feldfluren stecken. Mit zunehmender Lebenserfahrung werden echte Gefahren von unwesentlichen Störungen immer besser unterschieden, und der Keiler drückt sich bis zum letzten Moment, ehe er die Flucht ergreift. In Mais- oder Roggenfeldern ist es nicht möglich, sich geräuschlos dem Kessel zu nähern, und wenige Fluchten genügen, um wieder in Sicherheit zu sein.

Neben den Bedingungen der Sicherheit strebt das Schwarzwild aber auch danach, angenehm zu ruhen. Im Vordergrund steht dabei die Regelung der Temperatur. Es ist durchaus nicht so, dass die Kessel immer in den dunkelsten Einständen angelegt werden. Dort sonnten sie sich. Bei Regen waren sie 3 km weiter in einem dichten Kiefernbestand, der sie wie ein Dach vor Nässe schützte.

Bei Schnee fand ich sie in einem fast undurchdringlichen Dickicht, welches Kiefernstangen und Birken und einen reichlichen Unterwuchs im Bestand hatte. Dort waren sie vor Wind und Schnee geschützt. Im Sommer beseitigen sie dazu mit dem Gebrech die Streu oder sammeln sie zu einem Haufen, auf den sie sich legen. In anderen Fällen lockern sie die Bodenschicht, die sie seitlich auseinander scharren, und legen sich in die gebildete Vertiefung.

In der warmen Jahreszeit werden die Liegestellen auf schattigen, kühlen Quellabschnitten angelegt, inmitten dichten Farnkrautes oder Riedgrases. Hier ruhen die Sauen auf einem gesäuberten Bodenabschnitt. Im Winter wählen sie zur Ruhe gut von der Sonne durchwärmte Hänge und Stellen aus, die wenig dem Nordwest- oder Westwind ausgesetzt sind.

In diesen Fällen werden die Lager etwas tiefer eingerichtet, sie sind komplizierter, ihr Boden wird sorgfältig mit abgefallenem Laub und mit Zweigen der Nadelbäume ausgelegt.

In der kalten Jahreszeit ruhen sie selten auf dem Schnee, sondern bereiten aus Streu, trockenem Gras und Nadelholztrieben eine Decke bis zu 3 cm Stärke. Die Wurfkessel befinden sich durchaus nicht immer im Inneren der Dickungen, sondern häufig in sonnigen aber windstillen Stangenhölzern.

Keiler ruhen im Winter gern in weichen, trockenen und warmen Nestern der Roten Waldameise. Er spricht dem Keiler eine Anhänglichkeit an seine Lager nicht ab, die er entsprechend den Erfordernissen benutzt.

Markierungsstudien bestätigen das Gesagte. Auch nach unseren Beobachtungen wird nicht täglich ein neuer Kessel gebaut.

Solange sich jedoch die Mutterfamilie ungestört im gleichen Teile ihres Aktionsraumes aufhält und sich die Witterungsbedingungen nicht durchgreifend ändern, kann man sie immer wieder an der gleichen Stelle finden. Somit ist festzustellen, dass auch für die Konstanz in der Wahl der Ruheplätze das Nahrungsangebot, die Witterung und die ruhige Lage bestimmend sind.

Einstände, in die sich die Bachen zum Frischen begeben, werden meist traditionell gewählt. Die Bache ist bemüht, möglichst dort den Wurfkessel anzulegen, wo sie schon einmal erfolgreich einen Wurf zur Welt gebracht hat. Es ist kaum möglich, sie ohne Verbindung zu diesen beiden Requisiten im Revier zu finden. Das Schwarzwild malt nur dann, wenn es sich völlig sicher fühlt, und alle Ruhe zu diesem ihm angenehmen Komfortverhalten hat.

Die Baumart scheint keine bedeutsame Rolle zu spielen. In erster Linie wird darauf geachtet, dass der Stamm in der erforderlichen Höhe astfrei ist und sich unter dem Gewicht des Stückes nicht durchbiegt. Malbäume besitzen im allgemeinen einen Brusthöhendurchmesser von mindestens 10 bis 25 cm. Stärkere Stämme haben meist eine vieljährige Tradition.

Es scheint, dass harzende Nadelhölzer, wie Kiefer, Fichte und Douglasie, häufiger ausgewählt werden, doch können auch Lärchen, Eichen, Buchen und andere Baumarten als Malbäume dienen. In Feldgebieten müssen nicht selten Koppelpfähle diese Funktion übernehmen.

Infolge meist einseitiger Benutzung wird bei den Bäumen bald die Rinde durchgescheuert und das Holz blank poliert, so dass die typischen, schildähnlichen Male entstehen. Der Harzfluss wird durch Holzverletzzungen mit dem Gewaff erhöht. Dem Absetzen solcher Kennmarken und dem Malen selbst kommen neben der Körperpflege sicher Markierungsfunktionen zu. Um unbeschwert und geräuschvoll suhlen zu können, ist eine geschützte Lage Voraussetzung.

Einen langen Aufenthalt in der Suhle gibt es gewöhnlich nicht. Gelegentlich kann man auch in wassergefüllten Fahrrinnen von Feldwegen Spuren erfolgten Suhlens bemerken.

Das ist meist ein Hinweis darauf, dass sich hier Sauen ganztags in Getreideschlägen steckten und nicht zu den im Walde befindlichen Suhlen wechseln wollten. Werden jedoch breit gefächerte auf einer Fläche brechende Sauen beunruhigt, finden sie mit Sicherheit einen fortführenden Wechsel, ohne laut durch das Holz davonbrechen zu müssen.

Wechsel haben eine hohe Tradition und bestehen oft über Jahrzehnte hinweg. Sie sind so gelegt dass sie möglichst weit durch Deckung führen, Reliefunebenheiten mühelos überwunden und Nassstellen so trocken wie möglich durchquert werden können.

Sie führen daher meist längs von Bodenwellen und Gewässern, häufig durch Dickungen und wenig über Freiflächen. Darauf beruht auch ihre Dauerhaftigkeit. Infolge ihrer häufigen Benutzung sind sie gewöhnlich gut ausgetreten, und das Unterholz ist tunnelartig beseitigt.

So können die Sauen auf scheinbar rätselhafte Weise in dichtem Gebüsch völlig lautlos von dannen ziehen. Die Wechsel sind olfaktorisch markiert und leiten das Stück auch bei Dunkelheit sicher durch das Gebiet. Jede fremde, einwechselnde Sau wird sich sofort im örtlichen Wechselsystem zurechtfinden und es benutzen.

Beschädigte Zäune oder Verkehrsunfälle können die Folge sein. Demgegenüber weisen die bisher vorliegenden, leider noch wenigen exakten Untersuchungen erstaunlich übereinstimmend auf verhältnismässig kleine Beläufe hin. Nahezu gleiche Flächen wurden in amerikanischen Untersuchungen ermittelt. In Fehlmastjahren stieg die im Winter durchwechselte Fläche bis auf ha an, während sie in Mastjahren sommers und winters gleich blieb.

Die Form der Flächen richtete sich nach den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten. Sie war im allgemeinen in Anpassung an Höhenrücken und Gewässer oval bis rundlich mit Achsen zwischen 4 und 1 km. Der gesamte Belauf wird nicht täglich durchquert.

Weibliche Überläufer wanderten im Mittel nur 2 km ab. Bei ab zweijährigen männlichen Stücken betrug die mittlere Rückmeldeentfernung nahe 9 km, bei Bachen etwa 3 km. Auch in Frankreich gelangte man zu ähnlichen Ergebnissen.

Nach KLEI',' erlegte man 90? Bachen reduzieren ihren Aufenthaltsort während und kurz nach der Frischzeit auf wenige Hektar. Im Laufe von 24 Stunden werden gewöhnlich nicht mehr als etwa 5 km zurückgelegt.

Der Aufenthalt im Laufe eines Tages erstreckt sich selten auf mehr als ha. Dadurch können sich auch die Aktionsräume mehrerer Stücke ohne weiteres überlappen, was besonders bei zunehmender Wilddichte von Bedeutung sein dürfte.

Saisonale Einstandsveränderungen sind vor allem in bergigen Gegenden die Regel; sie erfolgen auch in Abhängigkeit von der Baummast und der Reife von Feldfrüchten. Die bisher beschriebene Standorttreue des Schwarzwildes kann als Regel für den Kern der Wildschweinpopulationen in Mitteleuropa, und wahrscheinlich auch in anderen Arealteilen, gelten. Es sind vor allem Überläuferkeiler aber auch Überläuferrotten, die ihren bisherigen Lebensraum verlassen und so lange umhervagabundieren, bis sie irgendwo einen geeigneten Einstand finden, den sie behaupten können.

Ihr Anteil steigt absolut, aber auch relativ mit wachsender Wilddichte infolge der geringen Zahl noch verfügbarer Einstände und ständigen Abschlagens durch die dominanten Inhaber fester Beläufe. Nach einer Serie kleinerer Erdbeben riss am März um 8: Der er Ausbruch fand durch den erstmals an einem europäischen Vulkan unternommenen Versuch, durch eine Sprengung den Lauf der Lava abzulenken, weltweites Interesse.

Begleitet von hunderten kleinerer Erdbeben öffneten sich am Dezember in einer Höhe zwischen und Meter an der Südostflanke des Berges ein System von Eruptionsspalten. Gleichzeitig riss eine kleinere Spalte am Nordhang des Südost-Kraters auf. Heftige Lavafontänen und Lavaströme traten aus. Zwei Monate lang füllte sich der Lava-Staudamm, bis am 7.

April der Damm überflossen wurde und die Lava sich rasch den steilen Hang auf die Stadt zubewegte. Auf ihrem Weg nach unten durchbrach die Lava auch drei hastig errichtete kleinere Dammbauwerke.

Glücklicherweise kam der Fluss noch vor der Stadt zum Stillstand. Nach den missglückten Versuchen, die Lava durch Dammbauwerke aufzuhalten, versuchte man es mit Sprengungen , um die Lava in einen künstlich angelegten Kanal zu leiten.

Diese Vorgehensweise führte teilweise zum Erfolg. Die effusive Aktivität endete am März , nach Tagen. Damit war sie die am längsten dauernde Flankeneruption seit dem Ausbruch von Juli um 7: Durch verzweifelte Versuche, den Lavastrom von der Seite mit Wasser zu besprühen und so zu stoppen und durch den Bau eines Erdwalles gelang es, ein von der Lava bedrohtes Restaurant und einen Souvenirladen an der Station Ätna-Süd zu retten. Am Abend des Juli änderte sich die Aktivität des neuen Kraters.

Lavafontänen schossen mit lautem Donnern hunderte Meter in die Höhe. In der Zeit zwischen dem Um Mitternacht des Bis zum Ende des Ausbruchs am Januar spuckte der Vulkan 60—70 Millionen Kubikmeter Lava und Pyroklastika aus und richtete riesigen Schaden an; so wurde an der Südflanke die Seilbahn zerstört und an der Nordostflanke der Piano Provenzana mit der Touristenstation Ätna Nord vollständig von Lava überflutet.

Ab Sommer wurden fünf kleinere harmlose Ausbrüche verzeichnet, seit Mitte November wurden diese Ausbrüche heftiger. Ende November fielen deswegen mehrmals Flüge von und nach Catania bzw. Mai kam es ebenfalls zu mehreren heftigen Ausbrüchen und einer Phase erhöhter Aktivität. Einer Eruption am 5. Januar folgten weitere Ausbrüche, eine Gefährdung der Bevölkerung bestand jedoch nicht.

Der Ätna blieb auch im Frühjahr weiterhin recht aktiv, die Strombolianische Aktivität am neuen Südostkrater setzte sich am In der Nacht vom November brach der Ätna erneut aus, zum Mal im Jahr bis zu diesem Tag. Der Ausbruch dauerte ungefähr von Mitternacht bis ca. Dabei wurden die Lavafontänen bis zu Meter in den Nachthimmel geschleudert. Es gab keine Toten oder Verletzten. In annähernd zeitlichem Zusammenhang mit dem Ausbruch des Stromboli im Sommer zeigten sich ab 3.

Diese vulkanische Aktivität nahm erst Mitte August ab. Oktober war der Ätna wieder aktiv. Die Eruption in der Nacht vom 3. Dezember war nach Meinung von Experten der heftigste Ausbruch der letzten Jahrzehnte. In einer kurzen, jedoch heftigen Eruption schleuderte der Vulkan eine Lavafontäne und glühendes Gesteinsmaterial in die Luft. Der Flugverkehr des Flughafens von Reggio Calabria wurde zeitweise umgeleitet. Seit einem Ausbruch am Abend des Februar zeigten sich am südöstlichen Krater Lavafontänen.

März wegen der Aschewolke geschlossen werden. Am Morgen des Der Betrieb auf dem Flughafen Catania musste vorübergehend eingestellt werden. In den ersten drei Stunden wurden über leichte Erdbeben mit einem Wert von bis zu 4,0 auf der Richterskala gemessen.

Nach dem Ausbruch kam es am Morgen des Dezember zu einem Erdbeben der Stärke 5,1. Der Ätna kann per Eisenbahn umrundet werden. Von Catania aus führt eine rund Kilometer lange Eisenbahnstrecke, die Ferrovia Circumetnea , fast rund um den Vulkan. Die dort befindliche Station Etna Nord wurde von der Lava vollständig überflutet und später wieder aufgebaut.

Von Etna Nord ca. Wintersportgebiet bei Linguaglossa am Nordosthang des Ätna. Der griechische Dichter Pindar schildert in seinen Epinikia [35] den Ätna:. Johann Wolfgang von Goethe besuchte während seiner italienischen Reise neben dem Vesuv auch den Ätna, wie der folgende Bericht zeigt: Wir rückten dem roten Berge näher, ich stieg hinauf: Deshalb setzte ich mich nieder, um mich zu fassen und die Gegend zu überschauen; aber auch diese Lage half mir nichts: Tiefe Stille herrschte ringsum, nur in langen Pausen rief der Wolf aus unteren Wäldern herauf.

Der Kegel ist glatt und mit einer Schneerinde umgeben, die bei jedem Schritt fallen macht. Die Annäherung war höchst empfindlich, ein Wind trieb den Schwefeldampf auf alle Seiten, es glückte uns nur auf wenige Minuten, die beiden Vertiefungen des Kraters zu übersehen. Der Ätna, der 36 kleinere Vulkane um sich zählt, bleibt oft bei Eruptionen am Gipfel vollkommen ruhig, da beim Vesuv die Eruption mit einem heftigen Feuer des Kraters begleitet ist.

Spiegel-Ragwurz am Südhang des Ätna. In Taormina und auf dem Ätna. Antonio Sciarretta's Toponymy — Ancient Toponymy.

Mai , archiviert vom Original am Dezember ; abgerufen am Jahrhundert siehe Petrarcas Canzoniere , 42, The anatomy of a volcano. INGG, , abgerufen am Dezember PDF, englisch. Der Vulkanberg Ätna, Sizilien Zugriff: Bergrutsch hat Mittelmeer vor 8.

Valle del Bove am Ätna. Lexikon der bedeutenden Berge aus Mythologie, Kulturgeschichte und Religion. Finley, Das antike Sizilien. Spiegel Online , 5. Wissenschaftler geben nach jüngstem Ausbruch des Ätna Entwarnung. ARD Tagesschau Minute November im Internet Archive , sueddeutsche.