Geldpolitik der Europäischen Zentralbank



Ihr selbst gestecktes Preisziel sieht sie bei einem Wachstum des Harmonisierten Verbraucherpreisindexes von knapp unter zwei Prozent. In den strukturschwachen Regionen ist zudem das gesellschaftspolitische Ziel der "Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse" verletzt. Eine Gesamtheit von Unternehmen gilt als marktbeherrschend, wenn drei oder weniger Unternehmen einen Marktanteil von mindestens 50 Prozent erreichen, bzw. Die Weltwirtschaftskrise widerlegte diese These. Marktwirtschaft bedarf der Gestaltung:

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Schriften zur empirischen Wirtschaftsforschung Martin Mandler Der Zusammenhang zwischen geldpolitischen Reaktionsfunktionen und makroökonomischer Unsicherheit wird in dieser Arbeit aus verschiedenen Blickwinkeln analysiert. You are not authenticated to view the full text of this chapter or article. This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals. Don't have an account? Would you like to be regularly informed by e-mail about our new publications in your fields of interest?

Subscribe to our newsletter. Peter Lang on Facebook. Schriften zur empirischen Wirtschaftsforschung Martin Mandler Der Zusammenhang zwischen geldpolitischen Reaktionsfunktionen und makroökonomischer Unsicherheit wird in dieser Arbeit aus verschiedenen Blickwinkeln analysiert.

Zum einen wird die Bedeutung geldpolitischer Reaktionsfunktionen für die Prognoseunsicherheit über die von der Zentralbank gesteuerten kurzfristigen Zinssätze für die USA empirisch untersucht. Wenn sich eine Volkswirtschaft im Abschwung eines Konjunkturzyklus befindet, reagieren die Menschen vorsichtig.

Sie erwarten, dass sich ihre Einkommenslage verschlechtern wird, sie fürchten um ihren Arbeitsplatz , und geben deshalb in der Erwartung eines zukünftig geringeren Einkommens und der daraus resultierenden Haltung der Existenzsicherung weniger Geld aus.

Eine vermehrte Zunahme der persönlichen finanziellen Rücklagen setzt allenfalls dann ein, wenn der Zustrom an Geld für die Person nicht so stark sinkt wie der Abfluss an Geld. Auch die Unternehmen halten sich zurück. Es wird nur das Nötigste gekauft und wenig investiert sogenannte Investitionszurückhaltung. Dieser Nachfragerückgang führt dazu, dass Unternehmen geringere Umsätze bzw. Insgesamt sinkt nun die Gesamtgüternachfrage bei ungefähr gleich bleibendem Güterangebot Nachfragelücke.

Grundsätzlich sind geringere Bedürfnisse die Ursache von Konsumzurückhaltung. Ob diese geringeren Bedürfnisse aus Selbstbeherrschung oder mangelndem Geld resultieren ist eine andere Sache. Dieses Phänomen ist zurzeit in Japan zu beobachten Stand: Besonders durch das Platzen von Spekulationsblasen wie z.

Immobilienblasen kommt es zu einer Vermögensdeflation, vor allem, wenn die Vermögensgegenstände durch Kredite finanziert worden sind. Die sinkenden Vermögenspreise führen dann zur Überschuldung von Haushalten, wodurch es zu Kreditausfällen kommt und auch die Banken in Bedrängnis geraten.

Da nun weniger neue Kredite vergeben werden als auslaufen und ausfallen, sinkt die Geldmenge. Die Konsumenten können ebenfalls ihre Konsumausgaben kaum noch mit Krediten finanzieren, so dass in der Volkswirtschaft die Nachfrage zurückgeht.

So kann die Vermögensdeflation eine allgemeine Deflation auslösen. Wenn diese Wetten zusammenbrechen, müssen fieberhaft Vermögensanlagen verkauft werden, deren Preise durch das gleichzeitige hohe Angebot kollapsartig verfallen. Eine solche Spirale nach unten übersteigt die sog. Lohndeflation zu einem sich kumulativ selbstverstärkenden Prozess in einer Volkswirtschaft, bei dem Güter- und Faktorpreise gleichzeitig fallen.

Dieses Phänomen wird als Liquiditätsfalle bezeichnet: Aufgrund verfestigter Deflationserwartungen in der Wirtschaft bieten selbst nominale Zinsen von Null Prozent keine Anreize für die Kreditvergabe durch Geschäftsbanken an Investoren oder Konsumenten.

Die Kreditrisiken der Gläubiger gegenüber den potenziellen Schuldnern werden von den Gläubigern aufgrund der allgemeinen Unsicherheit über die zukünftige Wirtschaftsentwicklung infolge der Deflation höher als die durch die Kreditvergabe für die Gläubiger erzielbaren Zinserlöse angesehen. Kreditrationierung durch die Kreditinstitute verhindert dann, dass die potenziell vorhandene Liquidität durch die Nullzinspolitik der Zentralbank in effektive Nachfrage bei Investoren und Konsumenten umgesetzt werden kann, was über steigende Kreditvergabe durch Geschäftsbanken durchaus möglich wäre.

Erst wenn wieder Vertrauen in der Wirtschaft auf ein nahes Ende der Deflation entsteht, löst sich die Liquiditätsfalle, in der die Geldpolitik steckt, auf, und der normale Wirkungszusammenhang stellt sich wieder her. Eine weitere mögliche Quelle für Deflation ist der Staatssektor. Wenn eine Regierung die Staatsausgaben drastisch kürzt, etwa um das Budgetdefizit zu verringern oder einen Budgetüberschuss zu erzielen, fällt die staatliche Nachfrage auf den Märkten kleiner aus, und man gelangt wieder bei gleich bleibendem Angebot zu einer Nachfragelücke.

Erstens im Fall wegbrechender Nachfrage aus dem Ausland wegen dort regional lahmender Konjunktur oder einer Weltwirtschaftskrise. Zweitens durch Aufwertung der eigenen Währung , die die Ausfuhren für die ausländischen Kunden teurer macht. Wenn etwa der Euro gegenüber dem US-Dollar aufwertet, d.

Gleichzeitig macht die Aufwertung der Inlandswährung Importprodukte günstiger und setzt zusätzlich die inländische Produktion unter Druck, die ggf. Beides schlägt sich im inländischen Preisniveau nieder. Wenn ein Land seine Währung etwa durch ein Currency Board an die eines anderen Landes koppelt, das ein höheres Produktivitätswachstum , eine günstigere Entwicklung der Lohnstückkosten o. Letzteres führt in Richtung Deflation.

Einen analogen Effekt wie feste Wechselkurssysteme haben Währungsunionen. Nach monetaristischer Vorstellung sind Inflation und Deflation immer und überall ein monetäres Phänomen Milton Friedman. Die dahinterstehende Idee ist, dass eine restriktive Geldpolitik Erhöhung der Mindestreserve , Steigerung des Zinssatzes über die Quantitätsgleichung zu niedrigeren Preisen führt. Doch auch nach nicht-monetaristischer Sicht führt eine restriktive Geldpolitik zu Deflation, da sie beispielsweise durch die höheren Zentralbankzinsen die gesamtwirtschaftliche Nachfrage dämpft.

In einer Deflation sinken der nominelle Gewinn, der nominelle Wert von Unternehmen und der nominelle Wert der Arbeitsleistung, während der Wert von Krediten stabil bleibt. Die reale Schuldenlast erhöht sich also durch einen allgemeinen Preisverfall.

Dies hat in einer modernen Volkswirtschaft gewaltige Auswirkungen, weil die Buchgeldmenge um ein Vielfaches höher ist als die Bargeldmenge. Buchgeld ist eine durch Kreditvergabe der Banken entstandene Geldmenge Giralgeldschöpfung. Er beschrieb eine Verkettung von Umständen, die zu Schuldendeflation führt: Das Ergebnis der Schuldendeflation ist scheinbar paradox: Während die neoklassische Theorie immer behauptet hatte, dass Änderungen der Preise keine Auswirkungen auf die Realwirtschaft hätten, warnte John Maynard Keynes bereits vor den Folgen einer mit der Rückkehr zum internationalen Goldstandard verbundenen Deflation.