Was sind Offenmarktgeschäfte?



Die Weltwirtschaftskrise bildete eine bemerkenswerte Ausnahme, denn sie war mit einem massiven Produktionseinbruch, einem Kollaps der Preise für Vermögenswerte und erheblichen Anspannungen im Finanzsektor verbunden. Im Dezember senkte die EZB den Hauptrefinanzierungssatz um 5 Basispunkte, da die Inflationsgefahr angesichts des verhaltenen Wachstums als geringer eingeschätzt wurde und die Abwärtsrisiken immer mehr zuzunehmen schienen. Oxford University Press ab dem Da die Inflations- und Deflationsphasen unter dem Goldstandard wie schon erwähnt kürzer waren, wurden Erwartungen, die auf kurze Sicht falsch waren, wahrscheinlich im Laufe der Zeit korrigiert, sodass im Durchschnitt nur geringe Kosten entstanden. Dieser Prozess ist jedoch nicht optimal, und die Banken bevorzugen es, kurzfristig Geld von einander aufzunehmen.

Offenmarktgeschäfte definieren


Als Antwort auf die zusätzliche Gefährdung der wirtschaftlichen Erholung durch den Kursanstieg des Yen gegenüber dem Dollar und geopolitische Spannungen wurde die Geldpolitik Anfang 3 weiter gelockert. Darüber hinaus sanken die Aktienkurse und die Preise für Wohn- und Gewerbeimmobilien weiter. Da die Deflation anhielt und die japanische Wirtschaft keinerlei unmittelbare Anzeichen einer kräftigen Erholung zeigte, wurde die Wirksamkeit der quantitativen Lockerung infrage gestellt.

Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent. Darüber hinaus erhoffte man sich davon einen generellen Beitrag zur Wiederherstellung des Vertrauens in den Aktienmarkt. Bisher haben diese Aktienankäufe nur einen relativ kleinen Umfang erreicht. Vor allem verfolgte die Bank of Japan mit ihrem Beschluss, Aktien zu kaufen, wohl die Absicht, die Tragweite der Finanzprobleme Japans zu unterstreichen. Breite Unterstützung erhielt beispielsweise der Beschluss, den Ankauf risikobehafteter Aktiva durch die Zentralbank auf forderungsunterlegte Wertpapiere, Immobilientrusts und börsengehandelte Investmentfonds auszuweiten.

Im April 3 gab die Bank of Japan in der Tat ihre Absicht bekannt, mit Krediten und anderen Forderungen unterlegte Wertpapiere zu erwerben, um damit kleinen und mittleren Unternehmen direkt Mittel zuzuführen.

Denkbar gewesen wäre auch die Einführung eines Inflationsziels; die Bank of Japan hat allerdings bereits zugesichert, ihre Nullzinspolitik und die quantitative Lockerung beizubehalten, bis der Preisrückgang aufhört. Tatsächlich intervenierten die Währungsbehörden mehrmals an den Devisenmärkten, vor allem Anfang 3, wobei allerdings die Aufwertung des Yen gegenüber dem Dollar gebremst und nicht eine Abwertung ausgelöst werden sollte.

Es wurde eine expansive Politik verfolgt, obgleich der kurzfristige Inflationsdruck im Berichtszeitraum generell hoch bzw. Kanada, Australien, Neuseeland und Schweden steuern die Veränderung des Verbraucherpreisindex VPI an, das Vereinigte Königreich die Kerninflation; die Schweiz verwendet kein Inflationsziel, sondern stattdessen eine breit angelegte Inflationsprognosestrategie.

Die Punkte stellen Marktprognosen aufgrund von Erhebungen im Mai 3 dar. Einzelhandelspreisindex ohne Hypothekenzinszahlungen; Kanada: VPI ohne Kreditdienstleistungen; Schweden: Vereinigtes Königreich und Schweden: Mittelwert des operativen Bandes für Tagesgeld; Australien und Neuseeland: Consensus Economics; Angaben der einzelnen Länder.

Falls der Inflationsdruck nur vorübergehend ist und seine Auswirkungen über den Prognosehorizont nachlassen, werden die Inflationsraten sinken, vor allem wenn von einer Währungsaufwertung und der Konjunkturschwäche ein Gegengewicht ausgeht. Die Entwicklung in den einzelnen Ländern lässt andere zentrale Probleme der Geldpolitik deutlich werden, mit denen die Entscheidungsträger im vergangenen Jahr konfrontiert waren, nicht zuletzt die Frage, wie das Inflationsziel unter Berücksichtigung wesentlicher Unsicherheiten zu formulieren sei, in einigen Fällen z.

Währungsaufwertungen und eine gewisse Eintrübung der Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft trugen dazu bei, dass die Inflation nahe dem oberen Rand der jeweiligen Zielbandbreite blieb. Besorgnis herrschte während des Jahres insbesondere darüber, ob die Inflation, die am oberen Rand der Zielbandbreite verharrte, sich in höheren Inflationserwartungen festsetzen könnte.

Mehrere Zentralbanken sahen sich 3 veranlasst, die Geldpolitik zu lockern. Gründe waren zum Teil die sich verschlechternden internationalen Wirtschaftsaussichten und die trübere Stimmung infolge der extremen Unsicherheit unmittelbar vor dem Irak-Krieg. Angesichts eines nur geringen kurzfristigen Handlungsspielraums gaben die geldpolitischen Entscheidungsträger in der Schweiz ferner ihre Absicht bekannt, zur Stützung der Nachfrage nötigenfalls am Devisenmarkt zu intervenieren.

Die Reserve Bank of New Zealand senkte ihren Leitzinssatz um 5 Basispunkte, als sie zuversichtlicher mit einem Nachlassen des Inflationsdrucks rechnete.

Dagegen sah sich die Bank of Canada wegen anhaltend steigender Inflation veranlasst, ihren Leitzinssatz Anfang 3 um 5 Basispunkte anzuheben. Eine Frage ist, ob vorübergehende negative Angebotsentwicklungen im vergangenen Jahr, wie die Preishochs beim Erdöl und in einigen Ländern bei den Dienstleistungen, sich in höheren Inflationsraten niederschlagen könnten. In der Praxis dürften diese Entwicklungen, selbst wenn sie andauern, wohl kaum eine so markante Verschlechterung der Inflationslage bewirken wie in den siebziger Jahren.

Seit damals haben sich die Inflationserwartungen auf einem niedrigen Niveau gefestigt, was zum Teil der hart errungenen Glaubwürdigkeit bei der Inflationsbekämpfung zu verdanken ist. Geldpolitische Strategien mit Inflationsziel haben das Vertrauen der Öffentlichkeit gestärkt, dass ein ungebremster Anstieg der Inflation nicht mehr zugelassen wird.

Eine weitere Frage ist, ob sich die hohen Preise für Wohneigentum in einigen Ländern halten werden. Wenn sich der Anstieg dieser Preise wie im Vereinigten Königreich, in Australien und Neuseeland als dauerhaft erweist, müssen die Zentralbanken ihm keine besondere Beachtung schenken.

Erweist er sich hingegen als unhaltbar und die spätere Korrektur als beträchtlich, kommt es womöglich zu einer Anpassungsphase mit potenziell destabilisierenden Auswirkungen. Vor dem Hintergrund anderer Ungleichgewichte im Finanzsektor könnte ein ausreichend starker Ausgabenrückgang sogar eine Deflation auslösen, wenn das Ausgangsniveau des Verbraucherpreisanstiegs tief genug ist.

Möglicherweise weitere sektorale Verschiebungen notwendig Besorgnis über Preise für Wohneigentum Das Deflationsrisiko und seine Auswirkungen Deflation ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus ist ein Begriff, der in der Nachkriegszeit, die vorwiegend von hoher Inflation geprägt war, kaum mehr zu hören war. In letzter Zeit taucht er jedoch wieder häufiger auf.

Wegen der erfolgreichen Eindämmung der Inflation ist es jetzt eher denkbar, dass in den meisten fortgeschrittenen Industrieländern eine einzige tiefe Rezession genügen könnte, um eine Deflation auszulösen. Letzterer korreliert positiv mit der Potenzialwachstumsrate und ist von Land zu Land unterschiedlich. Das Hauptproblem der Zentralbanken ist, dass sie unkonventionelle Mittel zur weiteren Lockerung der Geldpolitik einsetzen müssten, wenn die kurzfristigen nominalen Zinssätze auf null fallen sollten.

Um auf eine Situation vorbereitet zu sein, die hoffentlich nicht eintritt, werden in diesem Abschnitt einige Lehren aus der Geschichte untersucht, wobei die Rolle der Geldpolitik und die Nullzinsgrenze besondere Berücksichtigung finden. Probleme der Deflation Deflation unvereinbar mit Zielsetzungen der Zentralbank Deflationskosten von Umständen abhängig Für eine Zentralbank ist eine Deflation unerwünscht, da sie ihrem Ziel widerspricht, die allgemeine Wohlfahrt durch Preisstabilität zu fördern.

In der Praxis setzen die meisten Zentralbanken Preisstabilität mit einer niedrigen, aber positiven Inflationsrate gleich. Das Ziel der Preisstabilität trägt den bekannten gesamtwirtschaftlichen Kosten einer Inflation bzw. Eine Deflation ist zudem mit weiteren Kosten verbunden, die stark von den wirtschaftlichen Gegebenheiten in der jeweiligen Deflationsphase abhängen. Einerseits kann eine Deflation je nach den Umständen vergleichsweise harmlos sein.

Beispielsweise dürften die normalen konjunkturellen Schwankungen aufgrund von nachfrageoder angebotsseitigen Schocks es mit sich bringen, dass eine Volkswirtschaft mit niedriger durchschnittlicher Inflation von Zeit zu Zeit eine kurze Deflationsphase verzeichnet.

Eine unerwartete Nachfrageschwäche kann zu einer Kapazitätsunterauslastung führen, was wiederum die Inflation nach unten drückt, möglicherweise so weit, dass sie in Deflation umschlägt. Ebenso können günstige Entwicklungen auf der Angebotsseite, wie ein rasches Produktivitätswachstum oder ein Rückgang der Preise importierter Zwischenprodukte, einen Deflationsdruck auslösen, da die Güterpreise sinken und die Lohnstückkosten gedämpft bleiben.

Eine solche von der Angebotsseite ausgelöste Deflation dürfte am harmlosesten sein, da sie tendenziell von einem raschen Anstieg der Produktion sowie der Preise für Sach- und Finanzanlagen begleitet ist. Erstens können Arbeitsmarktanpassungen während einer Deflation behindert werden, falls die Nominallöhne nach unten besonders rigide sind und nicht sinken können.

Die Reallöhne würden sich erhöhen, womit eine Erholung verlangsamt würde oder die kontraktiven Kräfte durch steigende Arbeitslosenquoten und geringeres Einkommenswachstum verstärkt würden. Zweitens kann eine Schuldendeflation wegen der Deflation erhöht sich der reale Schuldendienstaufwand bei nominalen Kreditverträgen eine dämpfende Wirkung auf die Nachfrage haben.

Dieser Effekt selbst wäre allerdings dem einer unerwarteten Disinflation nicht unähnlich. Drittens kann die Deflation die Fähigkeit der Geldpolitik einschränken, die Wirtschaft anzukurbeln, wenn die Nullzinsgrenze erreicht ist, da die realen Zinssätze steigen, wenn eine zunehmende Deflation erwartet wird. Eine Deflation hätte besonders gravierende Folgen, wenn ihr der Aufbau einer hohen Verschuldung voranginge und sie von einem starken Rückgang der Preise von Vermögenswerten begleitet wäre.

Der Abbau finanzieller Ungleichgewichte könnte sogar zu einer Deflationsspirale führen. Ein sehr gutes Beispiel eines solchen Prozesses ist die Situation in den USA während der Weltwirtschaftskrise, bei der noch wirtschaftspolitische Fehlentscheidungen hinzukamen.

Deflation kann folgenschwer sein insbesondere bei Rückgang der Preise von Vermögenswerten Frühere Erfahrungen Frühere Erfahrungen mit einer Deflation, vor allem im Jahrhundert, geben Aufschluss über ihre Eigenheiten und über die Herausforderungen, vor die sie die geldpolitischen Entscheidungsträger stellt.

Es zeigen sich mehrere stilisierte Fakten. Bei der Betrachtung der damaligen Zeit fällt zunächst am meisten auf, dass die Deflation viel häufiger auftrat als in der jüngsten Vergangenheit. Das ist zum Teil auf die festen Regeln des damaligen Währungssystems zurückzuführen den Goldstandard. Unter dem Goldstandard wurde der Goldpreis von der Regierung des jeweiligen Landes in einer festen Parität gehalten, was den Inflationsprozess wirksam in Grenzen hielt. Jahrhunderts der Fall war, sofern nicht die Goldreserven nachhaltig erhöht wurden.

Im Laufe der Zeit wechselten sich daher Inflation und Deflation ab, und langfristig gesehen waren die Preise vergleichsweise stabil. Historisch interessant ist zweitens auch, dass die Deflation in etlichen Ländern nur selten von einem offensichtlichen Rückgang des realen BIP begleitet war.

Sofern die historischen Jahresdaten korrekt sind, stieg die Produktion in der Regel auch dann noch an, wenn das Preisniveau seinen Höhepunkt überschritten hatte Grafik IV. Zu erklären sein könnte dies u. Die Weltwirtschaftskrise bildete eine bemerkenswerte Ausnahme, denn sie war mit einem massiven Produktionseinbruch, einem Kollaps der Preise für Vermögenswerte und erheblichen Anspannungen im Finanzsektor verbunden.

Im breiteren historischen Zusammenhang ist die Weltwirtschaftskrise vielleicht am ehesten als einmaliger Sonderfall zu sehen, bei dem viele besonders ungünstige wirtschaftliche und politische Entwicklungen zusammentrafen und den gravierendsten Abschwung der letzten 1 Jahre bewirkten. Die historischen Daten scheinen drittens darauf hinzudeuten, dass eine selbst starke Deflation im Jahrhundert meist weitgehend unerwartet kam.

Allgemein schienen sich die Preiserwartungen nur langsam an die wirtschaftliche Entwicklung anzupassen. Zwar sind für die damalige Zeit keine Daten aus Erhebungen verfügbar, doch indirekte, aus den nominalen Zinssätzen abgeleitete Hinweise stützen diese Ansicht.

Die kurzfristigen Nominalzinssätze waren bemerkenswert stabil, obwohl die Preise ganz unterschiedlich stark schwankten Grafik IV. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass frühere Inflationsentwicklungen nur geringe Wirkung auf die Inflationserwartungen hatten, weil im Allgemeinen keine aktuellen Preisinformationen verfügbar waren, die den aggregierten Preisindizes zugrunde liegende Theorie noch in den Kinderschuhen steckte und Theorien über die Bestimmungsfaktoren der nominalen BIZ Für jede Teilperiode wird der Höchststand auf 1 umbasiert, und für jedes Land wird ein arithmetisches Mittel errechnet.

Ergänzend kommt vielleicht noch hinzu, dass die Erwartungen einfach die Beschaffenheit des Währungsregimes widerspiegelten. Da die Inflations- und Deflationsphasen unter dem Goldstandard wie schon erwähnt kürzer waren, wurden Erwartungen, die auf kurze Sicht falsch waren, wahrscheinlich im Laufe der Zeit korrigiert, sodass im Durchschnitt nur geringe Kosten entstanden.

Ein viertes und eher überraschendes Merkmal der Deflation im Jahrhundert ist, dass die Nullzinsgrenze kaum je erreicht wurde. Zum Teil war dies wohl der Trägheit der Erwartungen zuzuschreiben, aber auch die Beschaffenheit des Währungsregimes spielte eine Rolle. Insbesondere wurde der Leitzinssatz Diskontsatz unter dem Goldstandard nahe dem historischen Durchschnitt weitgehend stabil gehalten und nur dann nach oben angepasst, wenn die Goldparität unter Druck geriet.

Nullzinsgrenze irrelevant Lehren aus der Vergangenheit Bei richtiger Betrachtung kann die Vergangenheit für die heutigen Entscheidungsträger lehrreich sein. In beiden Fällen führen Abweichungen von der Preisstabilität zu einer Rückkopplungsreaktion, die das Preisverhalten wirksam beeinflusst. Im Januar 1 veröffentlichter Prognosemittelwert aus Expertenbefragungen. Consensus Economics; Angaben der einzelnen Länder; eigene Berechnungen. Unerwartete Deflation nach wie vor Anlass zu berechtigter Sorge Nullzinsgrenze heute vielleicht wichtiger Schlüsselrolle der Erwartungsbildung tischen Rahmenbedingungen im Inland zu korrigieren.

Die heutigen geldpolitischen Strategien lassen im Allgemeinen ein stetiges Höherdriften des Preisniveaus zu, während die Goldreserven über einen langen Zeithorizont einen groben Anker für das Preisniveau darstellten. Erstens zeigen die jüngsten Erfahrungen, dass trotz präziserer Wirtschaftsanalysen und -prognosen das Risiko, den Beginn einer Deflationsphase nicht vorauszusehen, nicht unterschätzt werden sollte. Die Deflation in Asien beispielsweise kam weitgehend überraschend, als wegen eines unerwartet schwachen Wachstums die positiven Preiserhöhungen ausblieben, mit denen gerechnet worden war Tabelle IV.

Die Geldpolitik ist heutzutage viel aktiver als früher. Dadurch verringert sich einerseits vielleicht die Gefahr, dass es überhaupt zu einer Deflation kommt, denn die Währungsbehörden reagieren heute eher präventiv auf sich abzeichnende wirtschaftliche Entwicklungen.

Andererseits ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Zentralbank den Leitzinssatz in Zeiten konjunktureller Schwäche gegen null sinken lässt, wenn die Inflation unter die gewünschte Rate zu sinken droht. Beispielsweise hat die Bank of Japan die kurzfristigen Zinssätze bereits praktisch bis zur Nullzinsgrenze gedrückt, und vor kurzem senkte auch die Schweizerische Nationalbank ihren Leitzins fast auf null.

Drittens reagieren die Erwartungen heutzutage offenbar stärker auf wirtschaftliche Entwicklungen, was sich in den weit zurückreichenden Daten in der im Zeitverlauf steigenden Korrelation zwischen Inflation und nominalen Zinssätzen niederschlägt. Soweit dies mit der breiteren Verfügbarkeit von BIZ Es ist somit sehr wichtig, dass die heutigen geldpolitischen Strategien in ihrem Streben nach niedriger und stabiler Inflation glaubwürdig sind, sodass die Erwartungen weniger stark auf unerwünschte kurzfristige Preisbewegungen reagieren.

Der Goldstandard spielte vor allem in seiner Blütezeit von bis die Rolle eines soliden Ankers der Geldpolitik.

Heute stellt sich die zentrale Frage, ob die Glaubwürdigkeit formeller oder informeller Strategien mit Inflationsziel sich als ebenso stabilisierend erweist. Darüber hinaus dürften sich die Arbeitnehmer in Erinnerung an die hohe Inflation der siebziger und achtziger Jahre Nominallohnsenkungen eher widersetzen.

Die jüngste Entwicklung in Hongkong hat beispielsweise gezeigt, dass die Nominallöhne bei hartnäckiger Deflation und steigender Arbeitslosigkeit offenbar weniger flexibel sind, als ansonsten zu erwarten wäre. Fünftens haben sich die Finanzsysteme seit dem späten Jahrhundert natürlich erheblich gewandelt.

Dadurch hat sich möglicherweise ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber deflationärem Druck erhöht. Allerdings dürfte der heute im Vergleich zur älteren Vergangenheit höhere Anteil der Fremdfinanzierung die Anfälligkeit gegenüber einer Schuldendeflation erhöht haben.

Deflation heute vielleicht folgenschwerer wegen rigiderer Nominallöhne Finanzsysteme heute möglicherweise widerstandsfähiger Umgang mit Deflation Vor allem wegen der Existenz der Nullzinsgrenze stellt eine Deflation die Geldpolitik vor spezielle Herausforderungen. Wird die Nullzinsgrenze erreicht, muss die Zentralbank andere Instrumente finden, um die Nachfrage zu beleben. Dabei stellen sich drei Fragen. Welches ist bei einem Deflationsrisiko das beste geldpolitische Konzept? Wie soll die Zentralbank reagieren, wenn die Deflation eingetreten ist?

Weisen die jüngsten Erfahrungen mit der Deflation, insbesondere in Japan, auf einen Anpassungsbedarf bei den gegenwärtigen geldpolitischen Zielen oder Strategien hin?

Diese Fragen werden im Folgenden der Reihe nach behandelt. Konzepte zur Vermeidung einer Deflation Da die Nullzinsgrenze zwingend zu einer Asymmetrie bei Zinssatzänderungen führt, wurde vorgeschlagen, die Geldpolitik selbst solle asymmetrisch durchgeführt werden, wenn sich die Inflationsrate auf null zu bewegt. Die Zinssätze würden dabei um einiges stärker und schneller gesenkt werden, als es bei Nullzinsgrenze erfordert energische Lockerung 8 BIZ Dadurch würde das Deflationsrisiko von vornherein begrenzt.

Auch andere Länder verfolgten damals eine sehr expansive Geldpolitik. Bei kräftigen Leitzinssenkungen könnte jedoch die Gefahr bestehen, dass unter bestimmten Umständen das Vertrauen der Öffentlichkeit untergraben wird, beispielsweise wenn die Zinssenkungen als Hinweis auf negative Informationen über die Zukunftsperspektiven interpretiert werden oder Besorgnis auslösen, dass die Zentralbank allmählich keinen Handlungsspielraum mehr hat.

In beiden Fällen würden die Aussagen der geldpolitischen Entscheidungsträger die Erwartungen der Öffentlichkeit hinsichtlich ihrer geldpolitischen Absichten und ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Lage erheblich beeinflussen. Die Bekanntgabe dieses Standpunkts könnte Auswirkungen auf die Wirtschaft haben, die über die unmittelbare Wirkung der Zinsänderung selbst hinausgehen.

Je nach dem Umfeld der deflationären Entwicklungen könnte eine zweite Komplikation auftreten. Die historische Erfahrung zeigt insbesondere, dass ausgehend von einem niedrigen Inflationsniveau die Behebung von Ungleichgewichten im Finanzsektor eine heimtückische Quelle deflationären Drucks sein kann.

Dann könnte eine Leitzinssenkung zwar einem Sektor helfen, aber zu Ungleichgewichten in einem anderen beitragen. Dies verlangt von der Zentralbank bei ihrem Zinsbeschluss unter Umständen einen subtilen Tradeoff auf längere Sicht. Solange die Nullzinsgrenze nicht erreicht ist, kann die Zentralbank mit herkömmlichen Mitteln die Nachfrage über die üblichen Transmissionskanäle beeinflussen. Die Zufuhr von Liquidität ist eine traditionelle monetaristische Antwort.

Bank of Japan; eigene Berechnungen. Die Wirksamkeit dieses Vorgehens kann ferner durch die Zusammensetzung der Schuldinstrumente beeinträchtigt werden, die die Zentralbank erwirbt, um die Liquidität zu erhöhen. Wenn hochliquide Schuldinstrumente ein gutes Geldsubstitut wären, was besonders an der Nullzinsgrenze zutreffen dürfte, würde bei einem Ankauf solcher Instrumente durch die Zentralbank lediglich eine Form von Geld durch eine andere ausgetauscht, mit nur geringer Wirkung auf die Liquidität insgesamt.

Selbst wenn der kurzfristige Leitzinssatz bei null liegt, könnte eine Zielvorgabe für den Ankauf bestimmter Vermögenswerte, wie langfristige risikofreie Anleihen, Unternehmensanleihen, Aktien und Immobilien, einen direkten Nachfrageeffekt auf deren relativen Preis haben. Höhere Preise für Vermögenswerte haben nicht nur einen Vermögenseffekt, sondern steigern auch den Wert von Sicherheiten, was dazu beiträgt, Kreditbeschränkungen aufzuweichen.

Im Extremfall könnte es vorteilhaft sein, bestimmte Preise, wie z. Tatsächlich überwanden in der Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg zahlreiche Länder die Deflation mittels einer Währungsabwertung.

Diese trug zur Milderung der wirtschaftlichen Verwerfungen der Deflation bei, die durch die Wiederherstellung des Goldstandards zu den vor dem Ersten Weltkrieg geltenden Paritäten ausgelöst worden waren.

Der Ankauf risikobehafteter Aktiva, ob zum Zweck der Liquiditätszufuhr mit unkonventionellen Mitteln oder zur Anhebung der Preise, stellt staatliche Institutionen vor politökonomische Probleme. Staatliche Institutionen könnten damit Eigentümer eines erheblichen Teils der volkswirtschaftlichen Produktionskapazitäten werden, was unerwünschte Konsequenzen für die Unternehmensführung und -kontrolle und letztlich für die ökonomische Effi- Beeinflussung der relativen Preise von Vermögenswerten 86 BIZ Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob die Zentralbank überhaupt solche Geschäfte tätigen sollte.

Insbesondere könnte ihre Unabhängigkeit gefährdet sein, wenn solche Ankäufe zu hohen Verlusten in der Bilanz führten, die eine Rekapitalisierung durch den Staat erforderten. Die Zentralbank kann ferner versuchen, die Preiserwartungen zu beeinflussen, was zu einer Milderung des deflationären Drucks beitragen kann.

Dies kann auf zweierlei Weise geschehen. Zum einen kann darauf hingewiesen werden, dass reichlich Liquidität zur Verfügung gestellt wird. Zum anderen kann die Zentralbank ihr Ziel einer positiven Inflation bekräftigen und gegebenenfalls ein explizites Inflationsziel einführen. Beispielsweise ist vorgeschlagen worden, dass die Bank of Japan eine formelle Strategie mit Inflationsziel einführen könnte.

Es ist jedoch fraglich, ob dies allein die Deflation stoppen würde. Ein Beispiel ist die Beseitigung von Hemmnissen im geldpolitischen Transmissionsmechanismus.

In schwerwiegenden Deflationen der Vergangenheit spielten Faktoren wie überschuldete Unternehmen, Kreditverknappung, höhere Risikoeinschätzungen und verstärkte Risikoscheu ebenfalls eine Rolle.

Ihre Bekämpfung ist ein wichtiger Schritt zur Wiederbelebung der Wirtschaft. Ein frühes Beispiel hierfür ist die Beseitigung der Kreditverknappung in den USA während der Weltwirtschaftskrise, die im Wesentlichen durch die Stabilisierung des Bankensektors erreicht wurde.

Überdies konnten die Unternehmensbilanzen mittels Aussetzung der Goldindexierungsklauseln in Anleiheverträgen umfassend entlastet werden. In jüngerer Zeit zeigt die relativ rasche Erholung in Korea nach der Asien-Krise von , wie wirksam die Bereinigung von Bankbilanzen um schlechte Aktiva sein kann.

Ebenso sind die anhaltend mangelhaften Bank- und Unternehmensbilanzen in Japan ein warnendes Beispiel dafür, wie langwierig unterdurchschnittliches Wachstum und Deflation sein können, wenn solche Probleme nicht gelöst werden. Eine antizyklische Fiskalpolitik kann die Konjunktur ebenfalls wirksam ankurbeln und damit der Deflation entgegenwirken, z. Ein koordiniertes Vorgehen staatlicher Stellen dürfte glaubwürdiger wirken und von der Öffentlichkeit stärker beachtet werden.

Mögliche Verbesserungen der geldpolitischen Strategie Aus der vorstehenden Analyse ergibt sich, dass eine Deflation mit beträchtlichen gesamtwirtschaftlichen Kosten verbunden sein kann und dass unter Umständen die Wirksamkeit der geldpolitischen Instrumente beeinträchtigt ist.

Seite 1 Essen, den März RWI Essen: Wim Kösters, Christoph M. Positionen 25 vom 3. Was versteht man unter Preisstabilität? Die Lage der Weltwirtschaft 13 Überblick 13 Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten 13 Preisverfall für Rohstoffe und Energieträger 13 Celdpolitik zumeist expansiv ausgerichtet. Marktbericht Johannes Müller September Bei diesen Informationen handelt es sich um Werbung U. Die brasilianischen Kapitalmärkte in Ihrer Komplexität sind selten im Blickpunkt der deutschen Presse.

Eurokrise dämpft Konjunktur Stabilitätsrisiken bleiben hoch Pressefassung Sendesperrfrist: Makroökonomie Geldmengenwachstum, Inflation und Produktion Dr. Michael Paetz basierend auf den Folien von Jun.

Lena Dräger Universität Hamburg Email: Oxford University Press ab dem Universität Ulm Ulm Germany Prof. Zinssätze, auch als Kreditkosten bezeichnet, fördern Einsparungen und Investitionen, wenn sie hoch sind.

Wenn jedoch das Interesse hoch ist, werden die Ausgaben gemindert. Niedrigzinsen dagegen verhindern das Sparen und Investieren und fördern gleichzeitig die Ausgaben. Wenn das verfügbare Geld und der Kredit zu schnell ansteigen, steigt auch das allgemeine Preisniveau, was zu Inflation führt.

Die Fed verwendet die Geldpolitik, um die Zinssätze zu dämpfen, um sie weder zu hoch noch zu niedrig zu halten. Diese Werkzeuge sind Bankreserveanforderungen und der Abzinsungssatz. Die Bankreserveanforderungen stellen einen Betrag dar, der als bestimmter Prozentsatz der Kundeneinlagen festgelegt wird und von den Privatbanken als Sicherheit gehalten werden muss, entweder im Tresorraum oder bei der Fed. Darüber hinaus stellt die Fed den Banken kurzfristig Mittel zur Verfügung und berechnet ihnen dafür Zinsen.

Dieser Zinssatz wird als Abzinsungssatz bezeichnet. Wenn die Geldmenge steigt, entstehen mehr Ausgaben, die die Wirtschaft ankurbeln. Die Fed hält die Zinssätze niedrig, was Unternehmen und Einzelpersonen dazu ermutigt, mehr Geld für verschiedene Wirtschaftsprojekte aufzunehmen.

Die Fed kann den Zinssatz für Staatsanleihen durch ein Verfahren senken, das als quantitative Lockerung bekannt ist. Dies macht Mittel für Banken billiger, die dann den Verbrauchern mehr Geld verleihen können.

Die expansive Geldpolitik birgt das Inflationsrisiko, wenn die Fed die Geldmenge zu schnell erhöht, was zu höheren Preisen für Waren und Dienstleistungen für die Verbraucher führt. Eine kontraktive Geldpolitik ist das Gegenteil von Expansionspolitik.

Die kontraktive Geldpolitik kann genutzt werden, um eine gewisse Kontrolle auszuüben und die Wirtschaft zu bremsen, um die Preise stabiler zu machen. In einer starken Wirtschaft beispielsweise, in der die Arbeitslosenquote zu niedrig ist und Unternehmen keine Arbeitskräfte finden können, schafft dies das, was Ökonomen als Inflationsgefälle bezeichnen.

Wenn die Regierung ihre Ausgaben senkt, sinkt die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen, was die allgemeine Nachfragekurve der Nation senkt. Steuererhöhungen reduzieren die Nachfrage und bremsen die Wirtschaft, weil den Verbrauchern weniger Geld für Ausgaben und Investitionen zur Verfügung steht, was auch die Gesamtnachfrage der Nation insgesamt reduziert. Diese Nachfragerückgänge führen zu einem Konjunktureinbruch.

Der Abzinsungssatz ist definiert als der Zinssatz, den bestimmte Banken zahlen, um Geld von der Fed aufzunehmen. Der Abzinsungssatz wird alle 14 Tage aktualisiert. Die Fed kann durch die Änderung des Abzinsungssatzes die Verfügbarkeit verfügbarer Gelder kontrollieren, was Einfluss auf die Inflation und die Zinssätze insgesamt hat. Die Anhebung des Diskontsatzes bedeutet, dass die Banken mehr zahlen müssen, um sich bei der Fed Geld zu leihen.

Wenn zum Beispiel die Reserven einer Bank unter das geforderte Niveau der Fed fallen, muss sie Geld aufnehmen, um den Mangel zu decken. Dieser Prozess ist jedoch nicht optimal, und die Banken bevorzugen es, kurzfristig Geld von einander aufzunehmen. Es gibt drei verschiedene Abzinsungssätze. Der Primärzinssatz gilt für kurzfristige Kredite, die in der Regel nur über Nacht in Anspruch genommen werden, an Banken, die in der Regel in einer guten finanziellen Verfassung sind.

Banken, die den Anspruch auf einen Primärkredit nicht zum Primärdiskontsatz erfüllen können, können einen Sekundärkredit beantragen, um Kredite für kurzfristige Bedürfnisse aufzunehmen oder bei schwerwiegenden finanziellen Problemen zu helfen. Regional Federal Reserve Banks bieten saisonalen Krediten an kleine Banken, die jedes Jahr Finanzierungsschwankungen aufweisen, wie beispielsweise Bankinstitute, die in saisonalen Urlaubsgemeinschaften oder landwirtschaftlichen Gemeinden angesiedelt sind.

Der Diskontsatz für Primärkrediten liegt normalerweise knapp über dem kurzfristigen Marktzinssatz, und der Sekundärzinssatz wird höher als der Primärkreditsatz festgelegt. Der saisonale Abzinsungssatz wird bestimmt, indem ein Durchschnitt bestimmter Marktkurse ermittelt wird. Alle regionalen Notenbanken halten in der Regel für jedes der drei Programme die gleichen Abzinsungssätze.

Bankinstitute müssen einen bestimmten Geldbetrag in Reserve halten, um sich gegen die Haftung ihrer Einlagen zu schützen. Mit anderen Worten, die Bank muss über ausreichend Bargeld verfügen, um eine bestimmte festgelegte Anzahl von Kundenbezügen abzudecken, die als Prozentsatz des Gesamtbetrags der Einlagen festgelegt wird.