90 Jahre, 90 Köpfe



So auch von Heinz Haerten, der nach der Neugründung die Studienstiftung bis führte und auf Paeckelmanns Rat baute: Die Aufgaben und Probleme, denen er hier begegnet, kennt er aus dem Ruhrgebiet.

Aktuelles Porträt


Für ihre Arbeit erhält die Journalistin zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Der Journalistin war und ist es bis heute wichtig, dass sie von den Möglichkeiten, die sie erhalten hat, etwas an die Gesellschaft zurückgibt: Mir war immer klar, dass ich aus all den Chancen, die ich bekommen habe, etwas machen musste. Vor allem wollte ich daran mitwirken, dass es Mädchen und Frauen mal leichter haben sollten, nach oben zu kommen. Der Jährige in T-Shirt und Jeans ist kein Student, sondern Deutschlands jüngster Professor, ein in seinem Fachgebiet weltweit führender und bereits vielfach mit Preisen ausgezeichneter Mathematiker — zuletzt mit der Fields-Medaille, die als höchste Auszeichnung gilt, die ein Mathematiker erhalten kann.

Geboren in Dresden, wächst Peter Scholze in Berlin auf. Von Beginn an ist klar, dass er für Zahlen brennt: Diese Leidenschaft verdankt Peter Scholze auch seinen Eltern. Der Vater ist Physiker, die Mutter Informatikerin. Schon in der Grundschule nimmt er an seinem ersten Mathematik-Wettbewerb teil.

Die Aufgaben lösen in ihm eine Begeisterung aus, die ihn seitdem nicht mehr loslässt. Schon sein Vater ging hierhin. Und auch er ist glücklich an dieser Schule: Hier trifft er auf Gleichgesinnte, die sich wie er für Mathematik begeistern. Als Jähriger gewinnt er seinen ersten Wettbewerb: Schon jetzt ist er sich sicher: Sein ganzes Leben dreht sich jetzt um Mathematik. Er liest Fachbücher und wissenschaftliche Artikel, täglich und mehrere Stunden lang. Selbst wenn er in der U-Bahn sitzt, denkt er über Problemstellungen und Lösungswege nach.

Peter Scholze will Zusammenhänge verstehen und Probleme lösen. Peter Scholze ist so gut, dass er in der Klasse vom Mathematikunterricht freigestellt wird. Die Schule beendet er quasi nebenbei — mit einem Abitur-Schnitt von 1,0. Nebenher spielt er Gitarre in einer Band — und er bereitet Mitschüler auf deren Teilnahme an Mathematik-Wettbewerben mit vor.

Peter Scholze strahlt diese Leichtigkeit aus. Nach seinem Abitur geht er zum Mathematikstudium an die Universität Bonn. Seine Zusage für ein Stipendium der Studienstiftung hat er da schon längst in der Tasche: Ein schwieriges, ein sehr anspruchsvolles Thema: Er stellt eine neue Theorie zur Beschreibung von p-adischen Räumen auf. Mit Hilfe dieses neuen Ansatzes kann er unter anderem ein wichtiges Theorem seines Bonner Kollegen Gerd Faltings, dem ersten deutschen Träger der Fields-Medaille und ebenfalls Alumnus der Studienstiftung, verallgemeinern und neue geometrische Interpretationen für Räume liefern, die sein Doktorvater Michael Rapoport erstmals beschrieben hatte.

Er erweitert damit das Methodenspektrum der Mathematik ganz wesentlich und unerwartet. Seine Doktorarbeit ist noch nicht abgeschlossen, da werden seine Ideen bereits an den besten Hochschulen der Welt diskutiert. Es ist der erste Fortschritt auf diesem Gebiet seit über 30 Jahren.

Bereits ein Jahr zuvor war er in das renommierte Clay-Fellowship-Programm aufgenommen worden, das es jungen Mathematikern ermöglicht, Forschungsvorhaben an einem beliebigen Ort der Welt zu verfolgen. Peter Scholze nutzt diese Freiräume, um seine Forschung wesentlich weiterzuführen — und die Universität Bonn ermöglicht ihm einen schrittweisen Einstieg in die Lehrverpflichtungen. Er kann tun, was er am liebsten tut: Scholze beweist Teile dieser Vermutungen mit geometrischen Methoden.

Seitdem hat Peter Scholze zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen gewonnen, darunter: Der Kontakt zu Schülern und Studenten ist ihm ein wichtiges Anliegen. Wer nur von ästhetischen Fragen etwas versteht, versteht auch von diesen nichts. Nagels prägende Grunderfahrung ist die eines existenziell Verfolgten und Ausgegrenzten. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Nagel selbst fasste es in nüchternen Worten so zusammen: Nach dem Einmarsch der Nazis in Ungarn muss die jüdische Familie untertauchen.

Schon im Jahr zuvor nimmt die Studienstiftung den begabten jungen Mann in die Förderung auf. Über die Umstände berichtet Nagel: Ihm hatte ich gleich nach dem Abitur mit weichem, verschmiertem Bleistift einen zwölf Seiten langen Brief über William Blakes Eschatologie geschrieben — er empfahl mich wahrscheinlich, um den Brief nicht ganz durchlesen zu müssen.

Mit der Aufnahme Nagels setzt die Studienstiftung ein deutliches Zeichen, denn das erste Mal überhaupt gilt die Förderung einem Staatenlosen. Drei Jahre später erhält Nagel die deutsche Staatsbürgerschaft.

Insbesondere Kortner wird sein Lehrmeister: Für sieben Jahre wirkt er als Intendant das Hamburger Schauspielhaus. Insbesondere auch die Inszenierungen Peter Zadeks sind längst legendär.

Danach verlegt er sich verstärkt auf die Ausbildung kommender Theaterschaffender: Von bis zu seiner Emeritierung im Jahr hat er den neu gegründeten Lehrstuhl für Ästhetik und Geschichte der darstellenden Künste in Berlin inne. Nach längerer Krankheit verstirbt Nagel, der mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet wird, in Berlin. Zu diesem Zeitpunkt hat Homolka bereits einen bemerkenswerten Weg hinter sich: In Jugendjahren tritt der im katholischen Landau Aufgewachsene ins Judentum ein und entscheidet sich zur Vorbereitung auf das Rabbinat, das damals nur im Ausland absolviert werden kann.

Und so steht mit der Verabschiedung aus der aktiven Förderung die Hoffnung im Raum, auch weiterhin voneinander zu hören. Aktuell ist Homolka — auch hier: Begabung als Verantwortung für die Allgemeinheit zu begreifen, ist keine Selbstverständlichkeit. Diesem hohen Anspruch im eigenen Leben gerecht zu werden, hat mir immer wieder viel Kraft und manches Opfer abgefordert.

Einige Kämpfe waren nötig, um den eigenen Prinzipien treu zu bleiben und das als richtig Erkannte nicht aus dem Auge zu verlieren. Ohne die Erfahrung der Studienstiftung hätte ich vielleicht mein Lebensziel nicht erreicht. Deshalb habe ich das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk gegründet: Kann es eine schönere Liebeserklärung an die Studienstiftung geben? Sie hat ein Motiv, Gelegenheit und die passende Waffe: Dutzende Personen haben durch sie schon den Tod gefunden — und es werden immer mehr.

Tatsächlich sieht es anfangs so aus, als würde die gebürtige Mittelhessin einen ganz anderen Lebensweg einschlagen: Bereits als Dreijährige beginnt sie Klavier zu spielen — damals noch als Henrike Heiland. Sie nimmt an Wettbewerben teil, gewinnt Preise, erhält Auszeichnungen und gibt Konzerte.

Bücher sind für sie allerdings in der Kindheit schon genauso wichtig wie das tägliche Üben am Klavier. In einem Interview sagt sie: Ich habe Literatur studiert, am Theater, beim Film, in Verlagen, beim Radio und für Zeitungen gearbeitet, und jetzt schreibe ich eben Bücher. Und die sind immer ein Stück weit politisch orientiert: Was nahezu alle Geschichten verbindet: Sie wächst zweisprachig auf und verbringt einen Teil ihrer Schulzeit auf der Insel.

Später studiert sie in Durham und lebt zeitweise in Newcastle, Edinburgh und London. Die sozialen Unterschiede und Ungerechtigkeiten sind sehr viel deutlicher als in Deutschland. Viele der Charaktere, über die ich schreibe, passen für mich nicht nach Deutschland.

Es wären sofort andere Geschichten. Nach dem Abitur beginnt sie, deutsche und englische Literaturwissenschaften zu studieren und wird Stipendiatin der Studienstiftung. An das Auswahlverfahren erinnert sich die Autorin noch sehr lebhaft: Die Abiturientin erkundigt sich zunächst bei ihrem Schulleiter über die Studienstiftung. Der nimmt ihr sofort jeden Mut und empfiehlt ihr, sich gar nicht erst zu bewerben.

Und als ihr jemand erzählt, dass die Studienstiftung angeblich nur selten Anglistinnen fördere, sieht sie ihre Chancen noch tiefer sinken. Mich hat vor allem überrascht, mit welchem Selbstverständnis ich mit meiner gesamten Persönlichkeit akzeptiert wurde.

Ein Gefühl, dass ich aus Schulzeiten und aus dem familiären Umfeld so nicht kannte und das mir sehr gut tat. Ich bin ja kein sehr einfacher Mensch und hatte schon immer etwas andere Interessen als Gleichaltrige. Letztlich habe ich es der Studienstiftung zu verdanken, dass ich meinen doch recht eigenwilligen Weg eingeschlagen und verfolgt habe. Er macht ihr in persönlichen Gesprächen Mut, sich an Theatern zu bewerben und ihre Möglichkeiten hier auszuloten.

Eine überstandene Krebserkrankung verändert ihr Leben. Hinzu kam, dass die Entscheidung in einen Zeitraum fiel, in dem ich sehr krank war und nicht wusste, wie es weitergehen würde. Der Studienstiftung fühlt sich die Schriftstellerin bis heute verbunden: Ich habe ihr viel zu verdanken, also möchte ich etwas zurückgeben. Künftigen Stipendiaten rät sie, offen für Neues zu bleiben, mit Menschen aus anderen Fachgebieten in Kontakt zu bleiben und die Angebote der ideellen Förderung wahrzunehmen: Sie engagiert sich darüber hinaus sehr für Frauen in der Buchbranche, sei es auf Podien, in ihren Online-Artikeln und Blogs.

Das so simple wie geradlinige Konzept: Veröffentlicht werden nur Bücher, die den zwei Verlegern gefallen. Diese Farben werden von der international renommierten Künstlerin nicht nur mit einem Pinsel, sondern auch mittels einer druckbetriebenen Sprühpistole kompromisslos auf unterschiedlichste Materialien aufgetragen. Katharina Grosse erschafft Welten, die über den traditionellen Leinwandrahmen der Malerei weit hinaus in den Raum greifen.

Welche Magie diesen Möglichkeitsräumen inne liegt, konnte unter anderem auf der Biennale in Venedig erlebt werden: In der raumfüllenden Installation vibrieren die Farbpigmente und Grosse inszeniert ihre Malerei so, dass es wirkte, als entlade sich die Farbe selbst auf den Erdaufschüttungen und Stoffbahnen.

Die Bewohner Philadelphias wiederum müssen für diese Erfahrung nicht einmal ins Museum gehen, sondern lediglich ein Zugticket lösen.

Die Künstlerin bemalte komplette Landschaftszüge, Warenhäuser, Zugunterführungen entlang des Bahnkorridors. Die Pendler können heute Spuren dieser Malerei sehen, die vielerorts nur aus dem Zug wahrzunehmen ist. Die in Freiburg im Breisgau geborene Künstlerin entscheidet sich zunächst für das Studium der Anglistik und Kunstgeschichte. Bereits während dieses wissenschaftlichen Studiums an der Ruhr-Universität in Bochum ist sie Stipendiatin der Studienstiftung.

Auf die Theorie folgt der Weg in die Praxis. Katharina Grosses Arbeiten fallen bereits kurz nach dem Studium durch ihre Frische, Radikalität und Energie auf, sodass sie gleich von zwei Stellen für das postgraduelle Karl Schmidt-Rottluff Stipendium vorgeschlagen wird. Höhepunkt ihrer aktiven Stipendiatenzeit, die von bis dauert, ist die in der Kunsthalle Düsseldorf präsentierte Gruppenausstellung. In dieser Zeit wachsen ihre Arbeiten ins Installative und erobern die sie umgebenden Räume.

Und das ist durchaus wörtlich zu verstehen: Diese Explorationen benötigen Platz — das passende Atelier ist für die Künstlerin also eine Notwendigkeit, die sie sich während ihrer Förderzeit dank des Schmidt-Rottluff Stipendiums leisten kann, wie sie in einem ihrer Semesterberichte bemerkt. Gleichzeitig gibt sie die eigene Fördererfahrung auf vielfältige Weise zurück — wie in ihrem intensiven Engagement für die Künstlerförderung der Studienstiftung und das Karl Schmidt-Rottluff Stipendium, für die sie schon mehrfach als Jurymitglied tätig war.

Und sie bekommt in dem Moment, in dem der Raum mit Bedeutung aufgeladen wird, eine kulturelle und eben auch politische Dimension. Genau hier nimmt die in Unna geborene Friederike Fless ein Studium der Kunstgeschichte auf, in den Nebenfächern: Klassische Archäologie und Geschichte.

In den ersten drei Semestern verlagert sich der Schwerpunkt ihrer Interessen jedoch: Ihre Dissertation beschäftigt sich mit Opferdarstellungen römischer Reliefs und vereint die kunsthistorische und archäologische Perspektive. Im Fokus steht für Fless weniger die formale Darstellungsweise, sondern die historischen Aussagen und politischen Absichten hinter den Bildern. Während des letzten Jahres ihrer Promotion wird Fless von der Studienstiftung unterstützt.

Stärker prägend als die nur knapp einjährige Förderzeit, in der sie rege am Stipendiatenleben in Mainz teilnimmt, betrachtet sie rückblickend jedoch die Zeit als aktive Ehemalige: Für die Promotionsförderung der Studienstiftung führt sie zahlreiche Auswahlgespräche, in denen sie viele innovative archäologische Forschungsthemen neu kennenlernt.

Besonders in Erinnerung ist ihr auch eine Sommerakademie in Olang geblieben, wo sie als Dozentin eine Arbeitsgruppe zu römischen historischen Reliefs sowie die Macht der Bilder und ihre ideologische und auch politische Nutzung leitet. Die erste Frau, die dieses Amt innehat. Die Fähigkeit, Fachkulturen zusammenzudenken und zu bringen, sieht Fless selbst als Grundlage für die Zukunftsfähigkeit des DAI, das gut Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit beschäftigt, unter anderem an den Standorten Rom, Teheran und Peking.

Um zu verstehen, wie sich etwa Siedlungsstrukturen entwickelt haben, Macht ausgeprägt oder Landschaft genutzt wurde, bedient sich die Archäologie seit jeher geistes- und naturwissenschaftlicher Methoden. Noch immer sind Frauen als Führungskräfte in der Schifffahrt die Ausnahme. Fink hatte jedoch lediglich zu Beginn ihrer Laufbahn das Gefühl, sie müsse die Arbeiten besser erledigen als ihre männliche Kollegen: Als Kapitänin muss sie sich ständig auf neue Situationen und Menschen einstellen und zügig Entscheidungen treffen: Aufgewachsen im niedersächsischen Steinau bei Cuxhaven, liebt sie schon als Kind das Wasser.

Mit ihrer Familie segelt sie in den Sommerferien auf dem elterlichen Boot durch die schwedischen Schären — traumhafte Kindheitserinnerungen und der Grundstein für ihre Leidenschaft und den späteren Beruf. Angst hat sie keine. Ihr Berufswunsch nimmt indes immer konkretere Formen an. Die Sommerferien zwischen der In der Reederei lässt sie sich nach dem Abitur zur Schiffsmechanikerin ausbilden — und ist dabei fast immer die einzige Frau an Bord.

Und dennoch kamen alle auf ihre Kosten, weil reihum einer der beiden langsam mit mir ging und der andere schon mal den Weg erkundete oder kleine Extratouren lief. In ihrer Förderzeit sind intensive Freundschaften entstanden, die bis heute andauern. Ich erinnere mich, wie wir intensiv über die Gestaltungsmöglichkeiten und Herausforderungen in meinem zukünftigen Beruf diskutierten.

Das Gespräch war ein echter Austausch und hatte so gar nichts von einer Prüfung. Das Gespräch hat viel in mir bewegt und mich auf meinem weiteren Werdegang begleitet.

Seedje Katharina Fink engagiert sich heute selbst in der Auswahlarbeit der Studienstiftung. Wann immer sie Landurlaub hat, nimmt sie an einem der Seminare teil: Auch die Entscheidungsfindung ist immer wieder ein fordernder Prozess, obwohl mein Beruf oft von mir verlangt, Menschen innerhalb kurzer Zeit möglichst präzise einzuschätzen.

Routine im Arbeitsalltag ist für die Kapitänin ohnehin ein Fremdwort. Fast jeden Morgen wacht sie an einem anderen Ort auf. Ihr Tagesablauf richtet sich danach, wo sich ihr Arbeitsplatz gerade befindet und was sich rund ums Schiff abspielt. Ist der Frachter beispielsweise an der Küste unterwegs, bestimmen der Hafenfahrplan und der Schiffsverkehr den Rhythmus.

Auch der Panamakanal reizt sie, der jedoch bis zur Fertigstellung des Kanalausbaus zu schmal für ihr jetziges Schiff ist. Als Kind übernimmt sie in ihrer Familie oft die Rolle der Versöhnerin: Aber wenn vier temperamentvolle Familienmitglieder ein Wochenende auf einem Boot verbringen, führt das fast immer zu Krach.

Das Glück ihrer Familie ist der zweifachen Mutter bis heute wichtiger als jede Auszeichnung — und von denen werden der engagierten Demokratin und überzeugten Europäerin im Laufe ihres Lebens viele zugesprochen: Doch alle Tiefen und Höhen haben die Wissenschaftlerin und Politikerin mit der charakteristischen Hochsteckfrisur nie verbittert. Bis heute strahlt sie Stärke, Zuversicht und Vertrauen aus und übernimmt mit Leidenschaft Verantwortung: So verstecken ihre Eltern im letzten Kriegsjahr ein jüdisches Mädchen vor den Nationalsozialisten.

In jener Zeit lernt sie Alexander Schwan kennen und heiratet ihn Die Studienstiftung nimmt die junge Frau bereits auf und fördert sie bis Besonders positive Erinnerungen hat sie an die Stipendiatentreffen, die sie genutzt hat, um mit anderen Studienstiftlern rege zu diskutieren. Viele Jahre später kehrt sie als Professorin auf eine der Sommerakademien der Studienstiftung zurück und unterrichtet in St.

Für ihre Recherchen reist sie nach Warschau und Krakau. Sie selbst betrachtet diese Arbeit als Weichenstellung für ihren weiteren Lebensweg. Die Auseinandersetzung und Verständigung mit Polen wird sie ab da suchen — und prägen.

Es folgen Forschungsaufenthalte in Washington D. Von bis ist sie Dekanin am Otto-Suhr-Institut. An der wieder errichteten östlichsten deutschen Universität studieren zu jenem Zeitpunkt etwa 5. Das Persönliche und das Politische. Neun Jahre lang leitet sie erfolgreich die Geschicke der Hochschule und setzt auf Interkulturalität und Mehrsprachigkeit von Studiengängen, die zu jenem Zeitpunkt in Deutschland noch Ausnahme sind.

Auch nach dieser Zeit bleibt Schwan der Viadrina verbunden. Sie engagiert sich im Seeheimer Kreis, der in den er Jahren neomarxistischen Positionen in der Partei entgegentritt. Die Antikommunistin und Querdenkerin arbeitet in vielen politischen Gremien mit.

Aber die Frage, ob ich deshalb meine kritische Position gegen Willy Brandts späte, eingleisig gewordene Ostpolitik aufgeben sollte, hat sich mir überhaupt nicht gestellt. Es ging mir um die polnischen Dissidenten. Medialer Höhepunkt ihrer politischen Laufbahn ist die zweimalige Kandidatur für das Amt der Bundespräsidentin. Sowohl als auch unterliegt sie ihrem Gegenkandidaten Horst Köhler. Doch auch von diesen öffentlichen Niederlagen lässt sich die Politikerin nicht unterkriegen: Sie kämpft weiterhin für ihre Werte und blickt nach vorn: Das spiegelt sich in seinem Lebenslauf wider: Zusätzlich arbeitet er für Wissenschaftsorganisationen wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft, gibt wissenschaftliche Journals heraus und engagiert sich in forschungsbezogenen Kuratorien, Gremien und Akademien.

Sein Enthusiasmus, mit dem er sowohl Forschung als auch Forschungspolitik betreibt bleibt nicht unbemerkt: Der Chemiker wird mit zahlreichen Forschungs- Preisen und nicht weniger als acht Ehrendoktorwürden ausgezeichnet.

Sein Weg in die Wissenschaft war dabei alles andere als selbstverständlich. Es folgt eine rasante Hochschulkarriere: Nur acht Jahre nach dem Abitur ist er bereits habilitiert, erhält den Ruf an die TU Berlin und forscht an den verschiedensten Institutionen weltweit.

In seinen Arbeiten untersucht er Schritt für Schritt, wie chemische Reaktionen wie Oxidation oder Reduktion genau ablaufen und kombiniert theoretische Ansätze etwa mit massenspektrometrischen Verfahren, die es erlauben, die Reaktionen unabhängig von Umwelteinflüssen zu beobachten.

Für die physikalisch-organische Chemie leistet er so einen entscheidenden Beitrag — der mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis und mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt wird. Dieser Austausch ist ein zentrales Thema für Helmut Schwarz. Besonders sind ihm die Gespräche bei den Sommerakademien in Erinnerung geblieben.

Diese Erfahrung will der Wissenschaftler weitergeben. Als Dozent kehrt er zudem zu den Sommerakademien zurück, die er als ebenso lohnend erlebt wie zu seiner Stipendiatenzeit. Mit den dramatischen Umwälzungen, die dieser Fortschritt bringen könnte, beschäftigt sich auch ihr Anfang erschienener neuer Roman. Grenzen zu überschreiten und ihren eigenen Weg zu gehen, das lernt Thea Dorn schon während ihres Studiums der Philosophie und Theaterwissenschaften, welches sie über Frankfurt und Wien nach Berlin führt.

Die Kraft, sich Fach- und Studienortszweifeln zu stellen und dabei treu zu bleiben, zieht sie auch aus der Aufnahme durch die Studienstiftung: Da ist diese sehr ehrwürdige Institution, die an dich glaubt. Ab , da ist die gerade 21 Jahre alt, schreibt sie für die FAZ, drei Jahre später veröffentlicht sie ihr erstes Buch. Die Werke von Thea Dorn sind akribisch recherchiert, historische und fachliche Richtigkeit sind für die Autorin essenziell: Auch wenn Thea Dorn in manchem Interview ihrem Unmut über das deutsche Bildungsbürgertum — oder vielmehr dessen Abwesenheit — Ausdruck verleiht, so glaubt sie doch an die Liebe der Deutschen zur Sprache: Heute lebt und schreibt die Autorin in Berlin, wo sie von bis auch als Dozentin für Philosophie an der Freien Universität gearbeitet hat.

Wie damals schon ihren Studenten, so rät sie auch den aktuellen Stipendiaten der Studienstiftung, sich nicht verrückt machen zu lassen von Arbeitsmarkt und Rentenvorsorge. Querdenker, Weltenwanderer und Pädagoge: Jürgen Zimmer setzt sich für die Menschen am Rande der Gesellschaft ein und begleitet sie dabei, neue Wege nicht nur zu denken, sondern auch zu gehen. Das meint für Zimmer: Armut durch eine möglichst erstklassige Bildung und intelligentes Entrepreneurship bekämpfen.

Dafür macht er sich in vielzähligen Bildungsprojekten weltweit stark. Auch in der bildungspolitischen Landschaft in Deutschland hat er seine Spuren hinterlassen.

Sein Name ist mit dem Situationsansatz verbunden, den er in den er Jahren begründete — damals als Leiter des Arbeitsbereichs Vorschulerziehung im Deutschen Jugendinstitut. Das Konzept trägt bis heute zur Qualitätsentwicklung und Qualifizierung in der Kindergarten- und Vorschullandschaft bei. Der Ansatz verbreitete sich in den er Jahren in nahezu allen westdeutschen und in den er Jahren in den ostdeutschen Bundesländern. Eine Erfolgsgeschichte, die längst auch auf internationaler Ebene wurzelt: Zimmer knüpft Freundschaften, verbringt endlose Tage mit dem Faltboot auf dem Bodensee und besucht das Gymnasium auf der Lindauer Insel.

So aber wurde ich strafversetzt — nach Salem — und musste mich zwischen Jugendlichen zurechtfinden, deren Eltern — nie gewesen? Trotz dieser Umstände besteht Zimmer nicht nur sein Abitur, sondern gewinnt auch noch zwei Preise für den besten Abituraufsatz in Baden-Württemberg und wird von seiner Schule für ein Stipendium der Studienstiftung vorgeschlagen — und genommen.

Zimmers Verbindung zur Studienstiftung liegt quasi in der Familie: So auch von Heinz Haerten, der nach der Neugründung die Studienstiftung bis führte und auf Paeckelmanns Rat baute: Er wollte wissen, was seine Studienstiftler bewegte. Er wollte Persönlichkeiten mit sozialer Verantwortung und moralischen Standards, die sie zu allererst zur eigenen Richtschnur machen. Durch die Studienstiftung wurde für mich selbstverständlicher, in interdisziplinären Teams zu arbeiten und Fachgrenzen nicht als verdinglicht wahrzunehmen.

Zimmers Lebensweg lässt sich jedoch weniger anhand der zahlreichen akademischen Stationen und Ehrungen erzählen, sondern am ehesten anhand von Projekten, Ideen und Kampagnen. Ich traf auf Kinder, die das tägliche Risiko aushielten, morgens aufzuwachen, ohne genau zu wissen, wie sie tagsüber satt werden könnten.

Ich traf auf gebeutelte, starke, verletzte, widerstandsfähige Kinder, Kinder, die von klein auf an daran gewöhnt sind, ihr Überleben zu sichern. Auch hier wieder sein Motto: Auch wenn Jürgen Zimmer sich seit mehr als einem Jahrzehnt offiziell im Ruhestand befindet, bleibt er unterwegs und vielerorts aktiv: Begabung und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft gehören für ihn untrennbar zusammen. Dort belegt sie Seminare zu Organisationsentwicklung und Public Management, die ihr Einblicke in Möglichkeiten der Organisationsveränderung im gemeinnützigen Sektor gewähren.

Insbesondere knüpft die Studentin interessante Kontakte. Zu den bereichernden Verbindungen zählt auch die zu Transparency International, einer Initiative gegen Korruption, bei der Susanna Krüger im Sommer ein Praktikum absolviert. So gründet sie nach Stellen beim Deutschen Entwicklungsdienst und der Weltbank in den Palästinensischen Gebieten ihre eigene Beratungsfirma GoodRoots, die die Entwicklung gemeinnütziger Organisationen unterstützt.

Die Verantwortung, sich für andere einzusetzen, ist für Susanna Krüger selbstverständlich. Insgesamt dreimal nimmt Andreas von Bechtolsheim an dem wissenschaftlichen Nachwuchswettbewerb teil, gewinnt er den Bundesentscheid im Fachbereich Physik. Ein kreativer Bastler ist von Bechtolsheim schon als Kind: Als Sechsjähriger baut er Radios zusammen, als Zwölfjähriger beschäftigt er sich mit Amateurfunk und digitaler Elektronik, und mit 16 baut er sein erstes Mikroprozessor-System für die Steuerung von industriellen Werkzeugmaschinen.

Die Faszination für Mikroprozessoren begleitet ihn sein ganzes Leben. An Einfallsreichtum, Ehrgeiz und glasklarer Logik hat es dem kreativen Genius, der gern Jeans und Birkenstock-Sandalen trägt, nie gefehlt. Doch es ist nie das Geld, das ihn antreibt: Nach dem Abitur studiert er ab zunächst an der TU München Elektrotechnik, ein Jahr später wird er in die Studienstiftung aufgenommen.

Doch die deutsche Informatikszene bietet ihm keine Perspektive. Allmählich reift in ihm der Gedanke, langfristig in den USA leben zu wollen. In den Semesterferien nutzt er nochmals das Angebot der Studienstiftung und nimmt an einer Sommerakademie im österreichischen Alpbach teil: Ich habe mich in Alpbach sehr glücklich gefühlt. Das Interesse an dieser Entwicklung ist hoch: Bis bleibt er bei Sun Microsystems Technologiechef, doch längst beschäftigt ihn eine neue Idee: Das damalige Netzwerk ist noch zu langsam für das digitale Zeitalter und muss schneller werden.

Von Bechtolsheim gründet mit Granite Systems seine zweite Firma, die Gigabit-Ethernet-Netzwerkschalter entwickelt, mit der sich riesige Datenmengen schnell austauschen und vermitteln lassen. Im Jahr gründet er die Firma Arista Networks, die Netzwerke für die Cloud herstellt und in diesem Bereich der Hauptkonkurrent der Firma Cisco geworden ist — und inzwischen auch über eine Milliarde Umsatz einfährt.

Als Unternehmer vereint von Bechtolsheim grundlegendes und augenblickliches Verständnis vom Potenzial und Nutzen einer Technik.

Deswegen stellte ich auf der Stelle einen Scheck auf die Firma Google aus — obwohl diese offiziell noch gar nicht gegründet war. Damit wollte ich Larry und Sergey motivieren, mit der Firma anzufangen.

Ich habe versucht, meinen Lebensstil so wenig wie möglich zu verändern, und ich bin ein glücklicher Unternehmer und Forscher geblieben, der nach wie vor daran arbeitet, die Welt der Informationstechnologie zu verbessern und zu verändern. Geboren wird Kermani als vierter Sohn iranischer Einwanderer.

Er wächst im protestantisch geprägten Siegen auf. Schon während der Schulzeit beginnt er für die Regionalzeitung zu schreiben. Statt wie die drei älteren Brüder Medizin zu studieren, geht Kermani nach Köln und schreibt sich dort für Orientalistik, Philosophie und Theaterwissenschaften ein.

In der Rede, die er zur Verleihung des Friedenspreises halten wird, bringt er die Faszination, die für ihn von den Texten der islamischen Mystiker, Philosophen und Theologen — und des Koran — ausgeht auf den Punkt: Kermani wird in die Studienstiftung aufgenommen und reist mit einem Stipendium für Recherchearbeiten in den Libanon.

Nach dem sechsmonatigen Aufenthalt in Beirut kommt es zu einer denkwürdigen Episode: Wegen des langen Auslandsaufenthaltes droht ihm, der immer nur in Deutschland gelebt hat, ein Einreiseverbot. Durch die Zeit im Nahen Osten hat er seine Aufenthaltsgenehmigung verwirkt. Es folgt eine nervenaufreibende Zeit in der Schwebe: Am Ende überzeugt auch das Stipendium: So nimmt Kermani von bis an der ersten Deutschen Islam Konferenz teil. Im selben Jahr erhält er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für sein literarisches und publizistisches Werk.

Seine Dankesrede nutzt er unter anderem für einen Appell an die Weltgemeinschaft, den Krieg in Syrien zu beenden. Bereits in seinem Lebenslauf an die Studienstiftung nimmt Kermani sich vor: Dieses Verständnis findet sich für Kermani auch im Kleinen: Marcel Odenbach gilt als einer der ersten und bis heute international bedeutendsten Künstler, der sich mit dem — seinerzeit noch wenig bekannten — Format Video auseinandergesetzt hat. Hier lernt er erstmals Videoinstallationen als Kunstform kennen: Nach seiner Schulzeit führt ihn sein Weg zunächst nicht an eine Kunstakademie, sondern an die Technische Hochschule in Aachen, wo er ein Studium der Architektur, Kunstgeschichte und Semiotik aufnimmt.

Ausgerechnet im Architekturstudium trifft er wieder auf das Format Video — hier nicht als Kunstform, sondern als Arbeitsmittel, um Städte zu planen: Dann hätten die eigenen Arbeiten aber doch überhandgenommen.

Aus diesem Grund habe ich auch — obwohl ich schon lange während meines Studiums wusste, dass ich später als freischaffender Künstler arbeiten wollte — die angefangene Ausbildung beendet.

Seine Videoarbeit kann der Jury allerdings zunächst nicht gezeigt werden, da es an der Kunsthochschule Braunschweig noch keine Möglichkeit gibt, die Videobänder vorzuspielen.

Im zweiten Anlauf in Kassel ist man für Odenbachs Installation gut aufgestellt: Er wird als erster Videokünstler in die Förderung aufgenommen. Die Anekdote macht deutlich, wie hartnäckig Marcel Odenbach den Weg des Videos als anerkanntes Kunstmedium gebahnt hat. Mit der Förderentscheidung bekennt sich die Jury des Karl Schmidt-Rottluff Stipendiums darüber hinaus zu ungewöhnlichen Formaten sowie neuen Medien im Sinne eines erweiterten und erweiterbaren Kunstbegriffs.

Als er in den er Jahren anfängt, sich stärker mit dem Medium Video auseinanderzusetzen, fasziniert ihn daran vor allem die Unabhängigkeit von kommerziellen Märkten. Anfangs hat Odenbach noch die Vorstellung, mit Videoproduktionen einen kritischen Kontrapunkt zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu setzen. Programmzettel werden verteilt und Freunde zu den Videovorführungen eingeladen. Die Reichweite liegt bei wenigen hundert Metern.

Odenbach kann auch analog: Dienen ihm seine Papierzeichnungen anfangs noch als Entwürfe, entwickeln diese sich parallel zu den Videoarbeiten immer weiter zu einer eigenständigen Ausdrucksform. In seinen Arbeiten rückt er gesellschaftskritische aber auch zeitgeschichtliche Themen in den Mittelpunkt.

So beschäftigt er sich immer wieder mit der deutschen Nachkriegszeit und Kolonialgeschichte. Unvorstellbar, dass sich Genozide noch immer wiederholen. Das Material wird zum Ausgangspunkt vieler weiterer Arbeiten Odenbachs. Odenbach sammelt über Jahre hinweg Material und fährt Anfang mehrfach nach Ruanda, um zu drehen. Am Ende schneidet er aus 29 Stunden Filmmaterial eine halbstündige Doppelprojektion zusammen: Die Versicherung wiederum… Verstehen Sie? Es kostet eine solide Stunde der Versicherung, also etwa 80 Euro und eine gute Stunde von Ihnen selbst, vielleicht 20 Euro in entgangenem Lohn, also Euro.

Das sind mehr als Dosen Tomaten oder mehr als 65 Hähnchen! Und ich sage Ihnen: In näherer Zukunft bekommen Sie eine Autoscheckkarte beim Autokauf dazu! Alle Autodaten sind sofort im Automaten drin! Solche Arbeit ist manuelle Datenverarbeitung mit einem Lächeln dazu.

Da drängt sich ein Computer doch direkt auf! Und alle der Datenübertragung oder -verarbeitung ähnlichen Berufe sind dabei zu verschwinden oder sich entscheidend zu wandeln. Der Computer übernimmt die Arbeiten vieler, vieler Menschen! Diese Arbeiten werden zwar nach wie vor verrichtet, aber nicht von uns!

Deshalb verschwinden nicht die Dienstleistungen an sich. Wir werden nur keine typische Dienstleistungsgesellschaft mehr sein, in der sehr viele von uns noch Dienstleistungen im klassischen Sinn erbringen. Soweit die Diagnose bzw. Doch wie sieht nach Duecks Ansicht die Therapie aus? Diese sind jetzt schon da — aber es sind zu wenige. Bildung muss wieder attraktiv und begehrenswert sein und nicht als lästige und unbequeme Pflicht erlebt werden. Denn für die künftige Exzellenzgesellschaft brauchen wir multikompetente Arbeitskräfte.

Der Autor ist überzeugt, dass der Staat für den Weg in die Exzellenzgesellschaft die Rahmenbedingungen schaffen muss. Das dürfe man nicht der freien Wirtschaft überlassen. Unser Weg in eine Exzellenzgesellschaft führt vom Subventions- zum Investitionsstaat, der die notwendige Infrastruktur von Wissen und Bildung bereitstellt.

Aufbrechen ist ein schöner, doppeldeutiger Begriff. Wir in Deutschland müssen aufbrechen. Und zwar in eine andere Richtung. Hin zu mehr Bildung für mehr alle. Wenn man sieht, wie seit Jahren die Anzahl der Schulen und die Lehrstühle vermindert, Schul- und Studienjahre gekürzt werden, begreift man, dass wir unsere Bildungsanstrengungen verstärken müssen. Aufbrechen müssen wir aber auch einige alte Denkstrukturen.

Zum Beispiel, dass wir statt in sterbende Technologien oder tote Wirtschaftszweige mehr in Bildung investieren. Das Buch rüttelt auf, legt den Finger in die Wunde und zeigt Therapiemöglichkeiten. Ich hoffe, dass es noch mehr bewegt als das Buch von Thilo Sarrazin, wo viele ja auch hofften, indem man einige unglückliche Aussagen kritisierte, man gleich die ganze Botschaft entsorgen könne. Der Autor selbst ist skeptisch, ob seine Ideen Wirklichkeit werden. Es gibt keine Partei, die solch ein Programm besitzt oder es auch wirklich umsetzen will.

Und selbst wenn es dieses gäbe, würde man es schnell als utopischen Versuch, Wählerstimmen zu fangen, abqualifizieren. Doch um Duecks Ideen umzusetzen, ist ein Umdenken bei vielen Menschen und nicht zuletzt Politikern nötig. Unbequemen Vor- und Querdenkern ergeht es ja meist so: Follow him on Twitter. Hier noch drei Rezensionen von anderen Querdenkern: Das Neue in Unternehmen entsteht v. Hierzu eine gute Präsentation:.

Oder hier als lesenswerter Artikel von Susanne Ehmer. Wenn Ihnen dieser Beitrag gefiel, dann sagen Sie es doch bitte weiter: Der Autor Roland Kopp-Wichmann. Bloggt hier wöchentlich seit Juli Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons. Vielen Dank für den Hinweis auf das gute Buch. Wir müssen weg vom schönen Schein, der leider durch manche Errungenschaften der Informationsgesellschaft mit hervorgerufen wurde, hin zu wirklich fundierter, umfassender Bildung und echter Exzellenz.

Hallo Herr Achter, die Denkleistung sieht man eben meist nicht direkt, man müsste sie erschliessen durch Nachdenken, und das liegt nicht jedem. Freut mich, dass Sie die Denkleistung, die in diesem Blog steckt, erkannt haben und Sie Ihnen so gut gefällt.

Danke für Ihren Beitrag. Darum steht Ihr Blog auf meinem Feed-Reader auch ganz oben schmeichel…. Was Sie eingangs Ihres Textes und auch in Folge stellenweise beschreiben, gilt ja nicht nur für Deutschland, sondern auch für Österreich. Also ein umgekehrter Chunk, wenn man so will. Ich bin in der Dienstleistungsbranche und einer Produktionsbranche selbständig.

Das haben wir immer so gemacht diskutiert! Das Problem der Gesellschaft in Ö und ev. Aber, er hatte keinen Vergleich. Sind diese Faktoren erfüllt, klappts auch mit der Dienstleistungsgesellschaft. Ich schrieb, dass Rilke die Grazie, den Sinn und die Dynamik der Veränderung in unvergleichlich schöner Poesie verdichtet hat. Das Eigentliche, die Voraussetzungen dafür in der inneren persönlichen Haltung schreibt er im Brief an seine Liebste, zunächst Ehefrau, später gute Freundin ecce!

Man braucht etwas Geduld, um sich hineinzufinden; ich bin dann von der Wucht seiner Beschreibung erfasst worden.

Wie kann sich dann Veränderung entwickeln, wenn wir in unser Inneres das als Gast empfangen und gestalten, was uns zunächst als fremd und bedrohlich erschien. Was passierte, wenn wir uns für Veränderungen, dieses Neue, was in uns eintritt, dieses Unbekannte, durchlässiger zeigen würden und unseren Widerstand reduzieren könnten? Der Umgang mit Veränderungen kann meiner Ansicht nach besser gelingen, wenn sich die innere Haltung, eine Art spirituelles Vertrauen zu den Bewegungen in der Welt entwickelt.

Daher reichen Verhaltensänderungen, psychologische Arbeit und erst recht politische Ansätze vermutlich nicht tief genug. Diese innere Haltung ist eine zustimmende, zutiefst dankbare Haltung, in der man sich verbunden fühlt. Ist diese Haltung uns fremd geworden. Sie ist aktiv, handelnd, entschlossen und mutig, wenn die Zeit da ist. Silvia Es ist natürlich auch der enorme Preisdruck, der von uns Konsumenten ausgeht, warum die Menschen an der Supermarktkasse wegautomatisiert werden.

Und auch das könnte oder sollte im Kindergarten beginnen. Nicht nur für Migrantenkinder, sondern für alle, die es brauchen. Christoph Ich sehe das genauso, dass in Unternehmen nicht die offiziellen Regeln, die überall stehen, bestimmend sind. Sondern die inoffiziellen Regeln, die nirgends stehen aber die meisten sich danach verhalten.

Und da ist Dialogführen oft nicht vorgesehen, sondern REcht behalten, sich durchsetzen, Ego-Shooting. Jörg-Christoph Entscheidend finde ich immer die individuellen Prägungen aus der eigenen Biografie. Also jene Einstellungen, Glaubenssätze, die man für richtig hält, ohne sie überprüfen zu können, weil man damit völlig identifiziert ist. Gunter Ich finde das Gedicht sehr schön und passend. Und wird für mich nicht durch die Lebensführung von Rilke beeinträchtigt.

Wechselt Ihr Vorgesetzter, sollten Sie immer nach einer Referenz fragen. Es ist die optimale Gelegenheit, sich gute Leistungen bescheinigen zu lassen. Damit sichern Sie sich auch ab, falls es mit dem neuen Chef nicht klappt. So fragen Sie den ehemaligen Chef: Möchten Sie eine Referenz von einem ehemaligen Chef, melden Sie sich am besten telefonisch bei diesem.

Aber alles, was schriftlich passiert, wird auch dokumentiert und könnte gegen Sie verwendet werden, wenn es in die falschen Hände gerät. Bringen Sie gute Leistungen, bevor Sie fragen. Nur wer gute Leistung bringt, wird auch empfohlen.

Halten Sie Beispiele bereit, die das belegen. Begründen Sie in der Anfrage. Insbesondere, warum Sie für den künftigen Job geeignet sind. Lieber Herr Mustermann, nachdem ich nun fünf Jahre für dieses Unternehmen in der Marketingabteilung tätig bin, würde ich mich gerne weiterentwickeln und mich für die intern ausgeschriebene Stelle als Leiter der Abteilung XY bewerben. Sie haben in diesen fünf Jahren meinen Werdegang im Unternehmen begleitet und gefördert.

Dafür möchte ich mich bedanken. Da Sie meine Fähigkeiten aber auch am besten einschätzen können, bitte ich Sie, mir für diesen Zweck ein Empfehlungsschreiben auszustellen…. Als Freiberufler sollten Sie namenhafte Kunden der Branche auswählen sowie jene, die besonders zufrieden mit Ihrer Leistung sind:. Halten Sie Lob schriftlich fest. Erhalten Sie Lob von Kundenseite, sollten Sie dieses unbedingt aufschreiben und nachfragen, ob Sie dieses verwenden dürfen. Holen Sie sich ein schriftliches Einverständnis.

Erläutern Sie, wofür Sie das Statement verwenden möchten und lassen Sie sich schriftlich bescheinigen, dass der Kunde mit der Nennung seines Namens und seiner Position einverstanden ist. Bitten Sie um Firmenpapier. Sollten Sie eine schriftliche Referenz erhalten, bitten Sie darum, diese auf Firmenpapier ausstellen zu lassen. Das erhöht die Glaubwürdigkeit. Lieber Herr Mustermann, herzlichen Dank für die jahrelange gute Zusammenarbeit.

In einem unserer Gespräche sagten Sie: Wir haben uns gut betreut gefühlt und sind von der Qualität des Produkts begeistert. Damit auch andere davon profitieren können, würde ich Sie gerne mit dieser Aussage namentlich auf meiner Website zitieren.

Über Ihr Einverständnis hierfür würde ich mich freuen. Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Empfehlungsschreiben sind daher eine ideale Ergänzung — und noch mehr… Inhaltsverzeichnis: